Die 12 Kommunikationsblocker (Killer) im Alltag

Shownotes

Warum kippen Gespräche manchmal schneller, als uns lieb ist? In dieser Folge sprechen wir über die 12 Kommunikationsblocker nach Thomas Gordon – typische Aussagen und Reaktionen wie Vorwürfe, Bewertungen oder gut gemeinte Ratschläge, die dazu führen, dass sich unser Gegenüber nicht mehr wirklich gehört fühlt und Gespräche ins Stocken geraten.

Du bekommst einen klaren Blick darauf, wie diese Muster im Alltag wirken – und warum sie oft genau das Gegenteil von dem bewirken, was wir eigentlich möchten: Verbindung.

Am Ende der Folge liest Lydia eine Geschichte, die das Thema noch einmal auf besondere Weise erlebbar macht.

Die 12 Kommunikationsblocker:

1. Befehlen, Anordnen
2. Warnen, Drohen
3. Moralisieren, Predigen
4. Ratschläge geben, Lösungen anbieten
5. Belehren, Argumentieren
6. Bewerten, Kritisieren
7. Loben (bewertend)
8. Beschämen, Lächerlich machen
9. Interpretieren, Analysieren
10. Beruhigen, Trösten
11. Ausfragen, Verhören
12. Ablenken, Ausweichen

Transkript anzeigen

00:00:01: Meine Schwester hat mir mal ein Spruch auf den Weg gegeben.

00:00:04: Wir wissen nicht, was die anderen Menschen denken und fühlen.

00:00:07: wir interpretieren deren Verhalten Und ärgern uns über unsere Gedanken.

00:00:14: Ich

00:00:15: du wir der podcast er verbindet.

00:00:21: Hallo und herzlich willkommen zu.

00:00:23: ich du wir Der podcast der verbindet.

00:00:26: Habt ihr euch schonmal gefragt warum Gespräche manchmal so schnell zur ende sind?

00:00:31: also Du bist im gespräch eigentlich wolltest du nur etwas klären und plötzlich kippt es.

00:00:36: Dann habt ihr vielleicht schon Bekanntschaft damit gemacht oder sie selbst genutzt, Kommunikationsblocker.

00:00:42: Kommunikationblocker oder wie Sie Dr.

00:00:44: Thomas Gordon nennt Roadblocks das sind so typische Reaktionen wie Vorwürfe, Bewertungen oder auch gut gemeinte Ratschläge.

00:00:52: hier zwei typische Beispiele.

00:00:54: ich habe dir jetzt schon zehn mal gesagt du sollst das wegräumen Oder ein Kind sitzt an den Hausaufgaben versteht aber die Matheaufgabe nicht und hört Jetzt stelle dich doch nicht so an.

00:01:05: Die Aufgabe ist ja nun wirklich nicht so schwer.

00:01:08: Klingt erst mal harmlos, solche Aussagen gerade wenn jemand ein Problem hat sorgen aber dafür dass sich dann gegenüber nicht mehr verstanden fühlt.

00:01:17: und darum geht es in dieser Folge.

00:01:19: die zwölf Kommunikationsblocker nach Dr.

00:01:21: Thomas Gordon.

00:01:22: darüber spreche ich wie gewohnt mit Lydia.

00:01:25: Hallo liebe Lydia!

00:01:26: Hallo Ingo, hallo an alle Zuhörerinnen!

00:01:29: Lydia so ein Kommunikation Blocker ist ja auch immer so eine Verkappe.

00:01:34: Warum ist das denn so unangenehm für uns dieses

00:01:37: Du?

00:01:56: Und das ist oft sehr subjektiv.

00:02:08: Und dass diesem Grund, auch an der Stelle – zumindest erlebe ich es so – starker Widerstand!

00:02:14: Ich will nicht, dass du über mich sprichst.

00:02:16: Da ist eine

00:02:17: Abwehr.".

00:02:18: Wenn Du das jetzt ja so beschreibst, dann müssten wir das ja eigentlich selber schon merken, dass das nicht die richtige Variante ist dieses Du.

00:02:25: Warum greifen wir trotzdem so gerne in die Duschublade und dann auch noch kombiniert mit diesen Kommunikationsblockern?

00:02:33: Also was das jetzt genau ist, werden wir gleich noch mal so ein bisschen aufdröseln.

00:02:36: Was redest du denn da Ingo?

00:02:39: Man könnte denken ich bin überfordert indem ich sage, was redest Du denn da?

00:02:44: Es ist mir gerade zu viel und du hörst ja schon an der Stimme den leichten Untertun Aggressivität Irritation oder etwas anderes.

00:02:54: Und deshalb greifen wir auch sehr schnell grade in emotionalen Momenten Zu einer Dubotschaft und emotional ist jetzt nicht nur negativ gemeint.

00:03:03: Es ist aber eine schöne Möglichkeit, das sage ich jetzt bewusst um von mir selber abzulenken und nicht über mich zu sprechen.

00:03:12: Mit einer Ich-Botschaft finde ich über mich spreche und jetzt in diesem Fall sagen würde, es war mir gerade so viel Text!

00:03:21: Ich habe es nicht verstanden, kannst du's nochmal wiederholen?

00:03:24: Greif' ich dich an und in diesem Moment löse ich in dir auch ne Reaktion aus.

00:03:30: Das heißt mein Frust springt wie so ein Funke über Und die Reaktion kommt dann ganz schnell und es wird hitzig, es wird warm.

00:03:38: Weil auf ein Du bist du hast du machst Kommt eine Abwehrreaktion und schon sind wir für ganz neiner Beziehung.

00:03:46: Wir reiben uns Ob das angenehm ist oder nicht.

00:03:49: Das ist so.

00:03:50: der zweite Punkt Die Gewohnheit ist von klein auf wird uns beigebracht wie hören ja nur Du bist zu schnell Du bist Du machst Dass ein Kind schwer über sich sprechen kann.

00:04:03: Ja, hier kommt ja noch das Zuhören dazu.

00:04:06: Und wenn ich nur höre wie ich bin – aber dass nicht äußern darf, wie ich tatsächlich mich fühle und wie Ich Bin wird es einseitig!

00:04:14: Und ich glaube wir haben auch eine sehr geringe Sprachkompetenz häufig in Bezug auf uns selber.

00:04:20: Ich erlebe das so oft, wenn wir über unser Selbstbild sprechen was mag ich?

00:04:25: Was will ich?

00:04:27: Menschen kommen da tatsächlich häufig ins Schleudern Weil über sich selber nachzudenken, das ist ja die Voraussetzung um über sich zu sprechen.

00:04:37: Das heißt dich selber gut kennen.

00:04:39: Dich beobachte ich die ganze Zeit und bei dir weiß ich auch was mich stört, was mir gefällt, was mich nervt.

00:04:46: Da kann ich viel schneller in die Beschreibung, Umschreibung Angriff oder auch Loben gehen weil du bist in meinem Fokus Ich häufig nicht.

00:04:56: Wie können wir denn jetzt zum Beispiel so ein Kind stärken?

00:05:00: Wo wir merken, ob es der Lehrer ist oder Mutter-Vater habe ich jetzt ganz offen gelassen.

00:05:06: Dass ein Problem hat mit der Matheaufgabe.

00:05:08: Tatsächlich ist das ja ein Versuch zu helfen!

00:05:12: Wir wollen das Kind trösten so wie jetzt.

00:05:14: So schlimm ist es doch gar nicht oder so schwer ist es auch gar nicht.

00:05:18: Wir wollen dem Kind wirklich Lösungen anbieten und unterstützen.

00:05:23: Aber wir merke in diesem Moment gar nicht dass von uns sprechen.

00:05:27: Für mich ist es nicht zu schwer, für mich ist die Matheaufgabe vielleicht leicht und ich übertrage das auf das Kind in der Hoffnung?

00:05:36: Ja was haben wir denn da für eine Hoffnung dass das Kind sagt ja stimmt aber es ist leicht jetzt mache ich das mal grad.

00:05:43: ne was habe ich mich dann angestellt?

00:05:46: Das passiert nicht.

00:05:47: ein Kind fühlt sich klein gemacht nicht verstanden missverstanden Und das ist dann natürlich die erste Abwehr wenn ich sage das ist nicht so schlimm Ich werte es ab.

00:05:57: Und die Gefühle des Kindes oder auch diese Situation als solche ist tatsächlich durch meine Aussage eine einzige Lösung, dies für mich.

00:06:08: Für mich ist das nicht so schwer und der andere geht leer aus bzw hat noch ein Päckchen oben drauf, oder?

00:06:15: Absolut!

00:06:16: Das wird ja für den Jungen, für das Mädchen jetzt noch unangenehmer vielleicht diese Mattaufgabe zu lösen wollen weil ja noch mehr Druck aufgebaut wird.

00:06:27: Ja, stell dich doch nicht so an.

00:06:29: So schwer ist es ja.

00:06:31: Wenn wir uns jetzt vorstellen, du sagst mir, der Aufgabe ist so schwer, gehst du in Verbindung mit mir?

00:06:39: Du möchtest mit mir darüber reden.

00:06:41: Ich sage ... Achso schwer ist sie doch gar nicht!

00:06:44: Ich trenne die Verbindung indem ich durch diese Aussage das Kind ungewollt und ich bin mir sicher dass es meistens ungewullt passiert wird das Kind unter Druck gesetzt.

00:06:57: Es wird allein gelassen in der Situation, nur dass es tatsächlich so die Alltagssprache in vielen Beziehungen und gerade auch Schule jetzt mach, jetzt tu oder Kindergarten in den Familien.

00:07:12: immer wenn es zu Konfliktsituationen kommt und ich als erwachsene Person oder Kinder machen sie ja auch über Vorrat bin tendiere ich ganz schnell dazu den anderen zu versorgen ihm zu helfen, damit ich meine Ruhe habe oder?

00:07:29: Ich denke schon.

00:07:29: Ja, ich spreche ja häufiger auch mal mit meiner Frau.

00:07:31: überhäufig geht es darum dass wir unsere Ruhe haben wie du das ganz klar sagst gerade so im Eltern Stress des Alltages dass wir dann endlich mal eine Pause haben.

00:07:41: ist es denn vielleicht auch so dass es grade in diesem Machtgefälle ich sage jetzt mal Eltern Kind vorgesetzter Mitarbeiter oder Lehrer Schülerschülerin Dass da besonders vorkommt dieses Machtausüben durch die Du-Botschaften, durch die Kommunikationsblocker.

00:08:00: Wie nimmst du das wahr?

00:08:01: Ja, das ist häufiger weil vieles hat ja auch mit Führung zu tun.

00:08:06: Wenn wir unsere Kinder ins Leben führen begleiten sind wir automatisch die Älteren natürlich.

00:08:14: Wir haben mehr Erfahrung und ein größeres Wissen oder auch Fähigkeiten Möglichkeiten.

00:08:20: Das Gleiche ist in der Schule es wird unterrichtet Im Betrieb ist der Chef, weil er das aufgebaut hat oder weil er diese Position innehat.

00:08:30: Weil er es kann und automatisch sind wir dabei Grenzen zu überschreiten indem wir die Menschen, die wir mit unseren Lösungen versorgen wo wir gute Erfahrungen selber vielleicht mitgemacht haben oder wie denken es könnte so sein.

00:08:46: nehmen wir den menschen aber die Möglichkeit zum wachsen.

00:08:49: Das heißt, wenn ich dir sage mach es mal so oder mach's mal anders und du diese Fähigkeit nicht besitzt.

00:08:55: Und vielleicht ein ganz anderes Bedürfnis in diesem Moment hast als ich ist das eine Gefälle was zwangsläufig zu konflikten oder auch zur Widerstand führt weil letztendlich ist dieser Hierarchie oft Ausschlag geben Wenn es um Kommunikationsblocker geht Weil die Kommunikation findet nicht auf Augenhöhe statt sondern Ich sage dir wie das Leben funktioniert Ich sage dir, wie die Lösungen sind und ich gebe dir alles mit auf den Weg.

00:09:24: Du musst dich nur

00:09:25: bedienen.".

00:09:26: Das was wir aber vergessen – diese Fähigkeit entwickelt sich in dem Moment nicht!

00:09:32: Und wenn ich dem Kind sage to this las jenes weißt du weil mir das ein Verhalten nicht gefällt?

00:09:39: Nur wir können den Kindern nicht beibringen sich besser zu verhalten indem wir dafür sorgen dass sie sich schlecht fühlen.

00:09:48: Das funktioniert nicht.

00:09:50: Wenn Kinder sich gut fühlen, verhalten sie sich auch anders.

00:09:55: Aber Kommunikationsblocker sorgen in der Regel für Gefühle die Aufarbeitung benötigen und die hinterlassen noch Spuren und Narben.

00:10:06: Einer der Blocker ist ja ... Der klingt jetzt erst mal freundlich finde ich das Fragen.

00:10:12: Warum ist dieses Fragen denn trotzdem so unangenehm?

00:10:16: Und ein Kommunikationsblocker damit auch.

00:10:19: Weißt du, meine Lieblingsübung in den Kursen ist?

00:10:23: Rotkäppchen.

00:10:24: Meiner auch!

00:10:26: Magst du mir mal Rotkäbbchen erzählen, Ingo?

00:10:29: Ja das kann ich gerne machen.

00:10:30: ja also Rotkäbchen die es ja losgelaufen...

00:10:36: Wo hin ist sie gelaufen?

00:10:38: Die ist hingelaufen in den Wald und dann... Und

00:10:42: wie alt war die?

00:10:44: Ich glaube, Rotkäppchen war noch sehr jung.

00:10:46: Aber die wollte zur Großmutter gehen ... Ah,

00:10:48: du glaubst das nur?

00:10:48: Du weißt es gar nicht!

00:10:49: Nee, bin ich mir nicht ganz sicher.

00:10:51: Ah okay...

00:10:52: Ja aber die wollte auf jeden Fall in den Wald.

00:10:54: durch den Wald musste sie zur Großmutter.

00:10:56: Was

00:10:56: wollte sie da?

00:10:58: Die hat ein Körbchen dabei gehabt

00:11:00: mit ... Und was war da drin?

00:11:01: Äh

00:11:02: essen und trinken auch sogar einen Wein.

00:11:06: Oh!

00:11:06: Aha!

00:11:08: Musste sie weitlaufen?

00:11:09: Das war schon eine ganz schöne Strecke.

00:11:11: Und

00:11:11: ganz

00:11:11: alleine?!

00:11:12: Ja, die war ganz allein unterwegs.

00:11:14: Und die Mutter, wo waren die denn?

00:11:16: Ich gehe davon aus, dass sie zu Hause

00:11:17: war und war so ganz drin.

00:11:19: Du weißt das auch wieder nicht!

00:11:21: Nee, so richtig weiß ich.

00:11:22: Okay...

00:11:23: Dann ist Rotkäppchen weiter gerannt durch den Wald.

00:11:26: ja und dann am Haus...

00:11:30: An welchem?

00:11:31: Von der Großmutterin genau.

00:11:32: Gab's da nur ein

00:11:33: Haus?!

00:11:34: Ja in dem Wald gibt es nur einen Haus, da bin ich mehr ganz sicher.

00:11:39: Fürchterlich, das ist so katastrophal schlimm.

00:11:41: Ah, fürchterlich!

00:11:42: Oh, dieses Ausfrag und ich mach' das ja manchmal auch noch so... Man isst ja in so Modus drin.

00:11:46: also mit meiner Tochter mache ich das ja mal auch wenn ich schnell was wissen will.

00:11:51: Unangenehm, ganz unangegeben.

00:11:53: Anstrengend?

00:11:54: Konntest du denn deine Geschichte erzählen?

00:11:56: Nee überhaupt nicht.

00:11:57: Wieso

00:11:57: nicht?

00:11:58: Weil.. Ich wusste gar nicht mehr wo hinten und vorne ist muss ich ganz ehrlich sagen als die Frage kamen Wo ist denn die Mutter geblieben?

00:12:03: wie altes Rotkäppchen?

00:12:04: Das spielt doch kein Walz an mir, ein Rotkäpchen ist ein Kind.

00:12:07: Ja erstens merk dich.

00:12:08: okay vielleicht hätte ich noch Detaillierter erklären müssen, aber diese Frage-Technik

00:12:12: ist

00:12:13: wirklich katastrophal unangenehmer.

00:12:16: Musst dich jetzt auch nochmal feststellen, wo wir das zusammen ausgeführt haben hier?

00:12:20: Ja und es ist genau die Situation ... Ich habe ja das Gespräch geführt!

00:12:23: Du wolltest mir was erzählen?

00:12:24: beziehungsweise jetzt solltest du aber stellen mal vor... Es ist ein Kind und es kommt von der Schule oder du kommst von der Arbeit und du bist voller Erlebnisse, voller Emotionen Und du wirst alle zwei Sekunden unterbrochen weil ich in diesem Fall jetzt in unserem Gespräch Details vermisst habe, die für mich wichtig sind.

00:12:46: Und das ist gerade bei dem Kommunikationsblocker Ausfragen – Ich führe das Gespräch und du hast mir bitteschön nur das zu erzählen was ich wissen will!

00:12:55: Das heißt dein Erleben oder auch das Märchen, die Zuhörerinnen kennen das Märchens, sie könnten es wahrscheinlich im Kopf vielleicht weiter erzählen aber vielleicht sind Sie genauso irritiert gewesen.

00:13:08: Nur wenn ich ein echtes Erleben habe, wo ich so emotional bin, ob positiv oder belastende Gefühle und ich immer wieder unterbrochen werde durch diese Fragen.

00:13:18: Wird das relativ schnell deutlich dass es gar nicht um dein Erleben geht?

00:13:23: Es geht um mich!

00:13:24: Und es ist häufig an der Stelle wo ich die Sicherheit brauche, wo Ich in stückweit Kontrolle über die Situation möchte und häufig hören die Kinder dann auch ja erzähl doch mein Ruhr Da kommen ja noch andere Blocker mit zu, ne?

00:13:39: Befehlen.

00:13:39: Jetzt atme einmal durch!

00:13:41: Ne jetzt fang nochmal von vorne an.

00:13:43: Das Ausfragen alleine ist es ja nicht das ist die Summe.

00:13:47: Nur Fakt ist ich als Kind oder du vielleicht in diesem Fall fühlst dich irgendwo über.

00:13:53: Du weißt überhaupt nicht und das haste gerade benannt Was will die denn nun von mir?

00:13:57: Ich soll erst erzählen Und dann soll ich aber ganz was anderes erzählen.

00:14:02: Dann verlieren wir die Lust am Schildern weil tatsächlich ist es etwas, was konstant unterbricht.

00:14:10: Ich führe Regie und du machst bitte schön nur das, was ich von dir hören möchte.

00:14:15: auch in deinen Erzählungen, in deinen Schilderungen geht es um mich und nicht um

00:14:19: dich.".

00:14:20: Aber da ist jetzt ja das Thema wieder die Macht über das Kind oder die Macht den

00:14:25: Schülermitarbeiter

00:14:26: wenn ich so agiere?

00:14:28: Ja!

00:14:28: Und das ist vor allem in belastenden Situationen Wenn es uns gut miteinander geht, so wie jetzt.

00:14:34: Wir hatten ja kein Problem!

00:15:01: Ja, der hat mich geschubst und was hast du gemacht?

00:15:04: Und was war der

00:15:05: andere?".

00:15:06: Okay.

00:15:06: Hat er auch geweint?

00:15:08: Wo hast Du Dich denn verletzt?

00:15:09: Hast Du mit Deiner Erzieherin oder mit der Lehrerin gesprochen?

00:15:13: Das heißt auch hier wird das Kind geleitet in eine Richtung die er gar nicht gehen möchte.

00:15:18: Es möchte Zuspruch, es möchte angenommen werden, verstanden werden!

00:15:23: Aber in dem ich mich so verhalte, weil ich Sorge habe.

00:15:26: Weil ich Angst habe was ist denn da passiert und erst mal die Details sammeln indem ich ausfrage hört das Kind auf zu reden und fühlt sich da wo ich so helfen möchte tatsächlich allein gelassen.

00:15:39: In Gesprächen wo es uns gut geht Ist das seltener der Fall.

00:15:42: aber irgendwann nervt es auch

00:15:43: da.

00:15:44: Was passiert denn dann mit einem kind oder mit einer Person die jetzt wirklich emotional aufgeladen ist?

00:15:49: Unterstützung braucht.

00:15:50: Es geht ja in den meisten Fällen nicht darum, dass wir eine Lösung präsentieren sollten und müssen.

00:15:57: Aber was passiert denn dann wenn das dauerhaft so passiert?

00:16:00: Ich sag mal über Monate, über Jahre, dass immer wieder dieses Fragen und dieses Nicht-Wagen genommen werden, dieses Blocken der Kommunikation weil das Kind oder die Person ja etwas loswerden will, sehr brennt wirklich... Was passiert mit diesen Menschen dann?

00:16:16: In dem Verstummen!

00:16:19: Wenn ich sowieso keinen habe, den mir zuhören kann und ich mehrfach diese Erfahrung mache.

00:16:24: Kinder geben ja nicht auf!

00:16:26: Wir versuchen es ja immer wieder bei unseren Eltern wenn wir klein sind in einer Hoffnung irgendwann wird sich das ändern.

00:16:34: Wenn das aber so bleibt haben Kinder irgendwann keine Kraft, keine Lust auch kein Interesse weil sie sich verschließen, weil sie ganz tief verankern.

00:16:44: Es ist nicht wichtig, was ich habe.

00:16:47: Es ist nur wichtig dass das Mama oder Papa in dem Moment gut geht weil sie alle Informationen haben.

00:16:53: Weil es ja nicht selten der Fall wo Eltern dann sagen so und jetzt rufe ich die Mutter an und kläre das ne?

00:16:58: Das kann denn nicht sein, dass du jedes mal von dem Jungen geärgert wirst So!

00:17:04: Ich hab genug Informationen.

00:17:05: Ich kann jetzt weiter agieren Und wenn wir diesen roten Faden verfolgen, es geht um die erwachsene Person egal welchem Setting Aber ich als Kind bin dann in diesem Moment dabei zu verstummen, weil ich merke... Also ich find's vielleicht jetzt gerade auch für mir selber gemein, wenn ich das sage.

00:17:24: Ich werde auch ein Stück weit unbewusst benutzt damit die Bedürfnisse der Erwachsenen befriedigt werden.

00:17:31: Unbewusst!

00:17:32: Weil das sind so die Alltagsmuster.

00:17:34: solange wir nicht wissen wie wir es anders machen können wiederholen wir genau das, weil wir wollen helfen und gute Hilfe Durch unsere Vorbilder fühlt sich dann oft genauso an, weil ich aktiv bin.

00:17:48: Ich helfe.

00:17:49: Aber ich versetze mich vielleicht nicht in der Lage ... des Kindes oder im beruflichen Leben.

00:17:56: Oder auch privat auf der erwachsenen Ebene in die andere Position.

00:18:01: Was ich noch mal deutlich machen möchte soll jetzt keine Anklage sein?

00:18:04: Nein

00:18:04: genau!

00:18:04: Was du ja eben schon angedeutet hast.

00:18:06: Das sage ich auch in den Kursen immer.

00:18:08: Da hat dir was mitzutun.

00:18:10: so war es bei mir auch das wie dieses Werkzeug gar nicht haben.

00:18:14: Wir können ja gar nicht in den Werkzeugkasten der Kommunikation greifen und sagen, okay ich nehme jetzt vielleicht das aktive Zuhören oder

00:18:21: zuhören

00:18:21: nur mal wenn man es aktiv noch nicht kann raus und bin dann bei der Person dabei.

00:18:25: oder wir nennen sie auch die Türöffner und lassen das Kind mal erzählen oder die Personen wo wir merken, ah da ist irgendetwas anderes als jetzt nur dass das Spielzeug weggenommen worden

00:18:36: ist.".

00:18:36: Genau und das ist ja auch eine Frage was ist denn passiert?

00:18:41: Und dann kommt der nächste Schritt, erzähl mal.

00:18:44: Und dann hören wir zu?

00:18:45: Wir sind da und wir hören zu!

00:18:48: Ich finde dieses ... was du uns häufig mitgegeben hast, möchtest du mehr darüber erzählen.

00:18:53: Also dieses wirklich, dieses Türöffnen zu zeigen ja vielleicht ist die Person auch noch gar nicht bereit jetzt in dem Moment aber dass wir signalisieren Du darfst es mir erzählen wann du möchtes.

00:19:04: Also diesen Satz find ich ganz wertvoll.

00:19:05: Genau das is ne Entscheidung den Kind trifft.

00:19:08: wenn ich fragen stelle hat das Kind keine Entscheidungsfreiheit, weil die Erwachsene erwarten eine bestimmte Mitarbeit von den Kindern.

00:19:20: Und so können Kinder genauso wie wir Erwachsenen entscheiden – vielleicht nicht der richtige Moment oder Zeitpunkt oder die Stimmung.

00:19:27: Aber irgendwann reden sie, weil Sie wissen da ist jemand, der es hören

00:19:32: möchte.".

00:19:33: Könntest du denn für die Zuhörerinnen noch mal die zwölf Blocker so hintereinander weg sagen, dass die vielleicht einmal gehört haben.

00:19:40: Ich würde es auch in den Show-Noten dann noch packen damit sie das einfach mal gelesen haben wie die vielleicht sind und auch gehört haben.

00:19:47: ja also der häufige ist auch Befehle und Anweisungen geben.

00:19:54: das macht jetzt sofort eine Hausaufgabe.

00:19:56: geh weg bleibt stehen.

00:19:59: ich dem andere sage was er zu tun und zu lassen hat.

00:20:02: es ist sehr stark Da schränkt es die Autonomie der anderen Person ein.

00:20:08: Das andere ist Warnen und Drohnen.

00:20:10: Inge, wenn du jetzt so weitermachst ne?

00:20:12: Dann passiert das unteres.

00:20:13: dann was heute oder ähm Wenn du nicht aufpasst dann diese berühmten wenn dann Sätze.

00:20:22: also dass hat ja auch etwas damit zu tun dass ich ganz klar meine Macht ausspreche.

00:20:28: oder die Möglichkeiten der Strafe oder Belohnung in einer Beziehung zur bestimmten, ja ... Ich nenn's jetzt mal Pausen.

00:20:38: Wenn du nicht aufhörst, schicke ich dich auf dein Zimmer und wenn dann das.

00:20:43: Das heißt hier wird Angst erzeugt?

00:20:46: Kann ich ein schönes Beispiel noch eingehen?

00:20:48: Ja klar!

00:20:48: Wenn du möchtest... Ich war letzte Woche mit den Hunden unterwegs und da ging ein Dachfenster auf und ich sah auf der anderen Straßeneite zwei Kinder die spielten und dann sagte der Vater kommst du bitte zum Essen?

00:20:59: Und dann sagte sie das Mädchen war nicht was.

00:21:03: Ich möchte noch spielen, ich komme in fünf Minuten und hat der Vater gesagt du kommst jetzt sofort oder du darfst heute Abend gar nicht mehr raus.

00:21:11: Dann bin ich selber zusammengezuckt.

00:21:13: Ich glaub die Hunde auch.

00:21:16: Das reicht ja nicht.

00:21:17: eine Drohung dann wird noch eine Stärkere hinterhergeschoben.

00:21:20: und das ist ja wenn du jetzt nicht kommst dann gehe ich also... Der schmerzhafte Spruch den ich immer wieder im Kindergarten höre wenn Eltern Kindern die noch klein sind androhen, weil sie gerade in diesem Moment noch spielen oder K-Versuchen oder was auch immer.

00:21:36: Wenn du jetzt nicht kommst dann lass ich dich hier oder ich gehe ja

00:21:39: alleine.".

00:21:41: Da arbeiten wir mit Angst.

00:21:42: und diese Drohung grade Kinder sind so stark noch auf Bindung orientiert.

00:21:49: Sie brauchen diese Sicherheit dass sich niemals verlassen werde und die Situation wo das Verhalten eben nicht dementsprechend ist wird es als Drohungen ausgesprochen.

00:22:00: Der erhobene Zeigefinger, das ist ja auch ein Kommunikationsblocker.

00:22:04: Moralisieren, predigen – man macht das nicht!

00:22:07: Man tut das nicht oder das gehört sich nicht.

00:22:12: Das sind so alle Klischees oder auch Normen.

00:22:15: oder der Mann der Imaginierende, der überall mitspielt und mitredet hat natürlich unheimlich viel von Vermittlung, Schuld und Druck.

00:22:25: Man tut es nicht aber wenn es dir gesagt wird Du hast es gerade getan.

00:22:31: Also bist du die große Ausnahme, weil man tut das

00:22:34: nicht.".

00:22:35: Und das ist das was natürlich isoliert Grenzen zieht und dich in die Schusslinie stellt.

00:22:42: Schuldgefühle starkes Thema an der Stelle über den Ratschläge da?

00:22:48: Der Begriff sagt sehr fast so ein Rat und

00:22:51: Schlag.

00:22:52: Ja genau!

00:22:53: Lösungen anbieten.

00:22:55: Wir sind in einer lösungsorientierten Gesellschaft und ich mache immer wieder die Erfahrung wie wahrscheinlich du auch in den Kursen, dass das mit der schwierigste Blocker ist sich zurückzuhalten und dem anderen nicht zu sagen was er tun und was er lassen soll.

00:23:10: Mach doch mal dies mach doch mal je ich an deiner Stelle würde.

00:23:14: Du musst mal früher anfangen dann wird es auch nicht so spät.

00:23:17: also alles was ich aus der Ich perspektive beobachte, kann ich dir sagen wie du es besser machen kannst und musst.

00:23:25: dich zu optimieren führt letztendlich dazu dass das eigentliche Bedürfnis total übergangen wird.

00:23:33: Und die werden Fähigkeiten im Keim erstickt.

00:23:36: Die kommen gar nicht in die Entwicklung wenn wir uns vorstellen dass wir von klein auf als Kinder und das ist ja das wo wir als Eltern das in einer anderen Perspektive auch gut meinen In der Begleitung der Kinder, wir sagen den Kindern wie die Welt funktioniert.

00:23:53: Und wenn Kinder von klein auf sich daran gewöhnen unsere Ratschläge auszuführen und unsere Lösungen umzusetzen?

00:24:01: Wann sollen sie lernen selbst zu denken eigene Lösungen zu entwickeln?

00:24:07: Entweder verweigern Sie das und führen unsere Lösung nicht aus oder Ratschläge werden nicht umgesetzt oder es wird stumm befolgt weil eh keine Chance.

00:24:19: Da jetzt noch mal angeknüpft, wenn diese Lösungsfindung nicht stattgefunden hat.

00:24:24: Und dann in die Zukunft der Person gucke gerade im Berufsleben und vielleicht da Lösungen gefordert werden?

00:24:29: Ist es ja wahrscheinlich schwierig dass das da geäußert wird von der Person auch wenn die Lösung vielleicht schon im Kopf doch noch irgendwie kreiert worden ist.

00:24:38: aber das dann alleine aussprechen wird er dann schon wahrscheinlich schwierig.

00:24:41: Einmal das.

00:24:42: und zweitens es werden vielleicht auch gar keine Lösungen mehr entwickelt Weil das ist ja das, was wir gerade in der kognitiven Entwicklung – der Prüffrontale Cortex ist dafür zuständig im Hier und Jetzt zu handeln.

00:24:55: Kreativ zu denken, Gefühle, Emotionen zu verbinden, Impulskontrolle und eigene Ideen zu entwickeln.

00:25:03: Nur wenn ich eine fremde Idee immer wieder umsetze, komme meine eigene Prozesse nicht in Gang?

00:25:07: Und das ist das, dass sich dann nicht entfaltet!

00:25:10: Und dann hat man irgendwann Menschen, wo man sagt du kommst aber selber nie auf eine Idee.

00:25:15: Immer muss man das für dich tun ja von klein auf jetzt erwartet und irgendwann soll man diesen Sprung schaffen und es dann tun.

00:25:24: also stelle ich mir relativ schwierig vor.

00:25:28: Es wird gelingen wenn menschen in die Selbstreflektion gehen aber anders schwer.

00:25:33: Ja Bewerten und kritisieren wäre der nächste Kommunikationsblocker

00:25:38: Und das in unserer Gesellschaft, ich glaube wir bewerten ja jeden Tag rauf und runter.

00:25:43: Ja

00:25:44: Also ich nehme mich auch nicht daraus.

00:25:45: Ich glaube wir schaffen das auch gar nicht.

00:25:47: also ich auch immer wieder ertappe ich mich dann.

00:25:50: dabei würde ich dann sage boah Das ist aber schön oder gut oder wie auch immer.

00:25:55: Manchmal ist es ja auch okay diese Prägung da genauer hin zu gucken und genau dass was sich dann so weitergebe das macht dann schon Es macht für mich schwierig Na so.

00:26:09: Und daher denke ich, diese Bewertung das hast du aber schön gemacht.

00:26:13: Das ist aber ordentlich!

00:26:16: Du bist ein Gutane.

00:26:18: Es hat ja tatsächlich eine Bewertungen findet dann statt wenn ich mich über dich stelle.

00:26:23: Ich kann dich ja nur bewerten wenn ich glaube tief in meinem Inneren dass ich besser bin als du und das ist ja das was in der Gesellschaft Leistung Noten die Bewertungs.

00:26:34: Irgendjemand sagt ja, du bist gut.

00:26:36: Das ist gut und das ist schlecht.

00:26:38: Ich hatte heute eine Dame hier in der Praxis den Gutschein geholt hat.

00:26:44: Und es war ein total interessantes Gespräch.

00:26:49: Wie kommen sie darauf?

00:26:51: Sie wollte diesen Gutsschein verschenken und für sie war es unheimlich schwierig zu beschreiben.

00:26:57: Was will ich denn überhaupt?

00:26:59: Also ich habe viel Gutes gehört!

00:27:02: Aber das zu differenzieren, was ist denn das Gute?

00:27:05: Dann kam es confusern in Richtung Entspannung oder auch Achtsamkeit.

00:27:11: Das soll ja auch gut sein und das Gespräch stockte an der Stelle.

00:27:16: Also das Bedürfnis war sehr stark etwas Gutes zu tun.

00:27:21: Sie wollte es ihrem Mann zum Geburtstag schenken und gleichzeitig das Gutes beschreiben viel schwer.

00:27:28: Und das ist auch das, wo dann für mich heute so der Erkenntnis war.

00:27:33: es ist so schwierig wenn wir den Wortschatz nicht ausbauen und aus dieser Bewertung nicht rausgehen und nicht sagen dass gefällt mir.

00:27:42: ich mag das weil entweder die Töne oder die Musik oder dies oder jenes ich nicht konkret beschreibe.

00:27:48: bleibe bei dem.

00:27:49: ist es gut oder ist es nicht gut?

00:27:50: Hättest du eine kleine Übung denn?

00:27:52: So ein Mini wo es darum wirklich geht?

00:27:55: Das mag ich, das mag ich nicht.

00:27:57: Deine Idee ist jetzt gerade von dem wegzukommen, dass es gut und schlecht

00:28:01: ist?

00:28:02: Ja einfach weil du auch gesagt hast so ein bisschen den Wortschatz erweitern also das ist gut und das ist schlecht sondern einfach zu sagen dann wieder aus dem Ich mag, das hätte gerne mehr Entspannung für mich oder wie auch immer.

00:28:17: Hast du deine Übung sonder mini giveaway?

00:28:20: Ja, ich stelle häufig dann die Frage wenn gesagt wird das ist gut.

00:28:25: Gerade in Adrenausbildung ist das ja so der Zahn der relativ schmerzhaft gezogen wird.

00:28:33: was genau ist gut?

00:28:35: Was meinst du mit Gut?

00:28:37: und dann in die Beschreibung gehen.

00:28:39: also mir hat es gefallen Ich habe es gemocht was genau is gut?

00:28:44: Und sobald wir diese frage stellen Dann kommen wir in die beschreibung.

00:28:47: für mich sage dieser T schmeckt

00:28:50: gut

00:28:50: Mhm.

00:28:51: Was meinst du mit gut?

00:28:53: Ist der fruchtig, ist er lecker, ist ja ... Süß!

00:28:57: Wie is' er denn?

00:28:58: Dann kommen wir in die Beschreibung und ich glaube so der erste Schritt ist was genau ist gut.

00:29:04: Das ist mit Gut gemeint.

00:29:07: Das wäre so.

00:29:07: die erste Übung glaub ich Und dann kann ich sagen Ich mag's oder ich mag es nicht, ne Also das ist nicht gut.

00:29:14: wenn ich jetzt nicht mag.

00:29:16: Hm, soll weiter aufhören.

00:29:18: Dann gehen

00:29:18: wir in der Liste weiter, genau

00:29:21: Ja, gucken wir mal weiter.

00:29:23: Eine der schwierigsten Kommunikationsblocker ist, wenn jemand ein Problem hat und dann gelobt wird.

00:29:30: Aber Lohm ist doch so wichtig!

00:29:31: Hör ich immer wieder in den Workshops und auch im Umfeld, gerade bei der Arbeit wie du gehört hast, dass wir gelobbt werden?

00:29:39: Ist doch toll!

00:29:40: Das ist doch gut!

00:29:43: Genau das ist gut.

00:29:44: was genaues damit gut?

00:29:47: Ja, wir wollen ja eine Bestätigung haben.

00:29:49: Irgendwie das was ich ausgeführt habe, dass es zu einer Zufriedenheit bekommen ist.

00:29:53: Anders ausgedrückt als wir gesehen werden?

00:29:55: Hat da auch viel mitzutun!

00:29:57: Ja, das hast du gut gemacht Ingo.

00:29:59: Danke.

00:30:01: Und mir hat deine Ausführung gerade gefallen weil ich hab verstanden wie du denkst Dass du gesehen und gemocht werden möchtest und daraus interpretiert oder das daraus resultiert.

00:30:15: Zum Beispiel?

00:30:15: Genau, wir beide sind jetzt gerade auch im keinem Problembereich.

00:30:20: Wenn es aber zu Konflikten kommt kann loben sehr sarkastisch werden So dieses na das hast du aber gut gemacht.

00:30:29: wenn es in einer anderen Situation Meint wegen ihr zum sport oder eine gute note geschrieben Oder ich habe ein kuchen gebacken boah das hast Du gut gemacht und ich in meinem tiefsten Inneren unzufrieden bin, weil ich weiß da oder hier habe ich einen Fehler gemacht.

00:30:48: Obwohl die Note gut ausgefallen ist.

00:30:50: oder jetzt bleiben wir beim Kuchenbacken der ist mir schon mal besser gelungen.

00:30:55: Ich bin ja mein innerer Kritiker und wenn ich gelobt werde und meine Wahrnehmung aber nicht mit einem Lob übereinstimmt Ist das ein Blocker?

00:31:03: Wir verstehen uns in diesem Moment einfach nicht.

00:31:06: Du sprichst aus deiner Perspektive, aber beschreibst mich!

00:31:09: In meinem Inneren tobt es aber und sagt Nein ich mag's, aber nicht mir gefällt's nicht Und deshalb ist das im Bereich der Kommunikationsblocker einer der schwierigsten.

00:31:19: Kinder wollen natürlich die Anerkennung.

00:31:23: Das ist der Punkt.

00:31:24: wir erwachsen, wir wollen die Anerkennung.

00:31:26: Wenn ich aber in vielen Situationen immer wieder nur sage dass hast du gut gemacht Top!

00:31:32: Super.

00:31:33: Ist das nicht differenziert genug?

00:31:35: Was meinst du damit, was ist super?

00:31:37: Was genau war jetzt

00:31:38: super?!

00:31:40: Was genau ist jetzt gut gemacht in deinen Augen?

00:31:43: Was?

00:31:44: Weil Du guckst anders als ich.

00:31:47: Ich sehe die Schwierigkeit umso jünger die Kinder sind auch darin wenn häufig super toll und nicht differenziert genug.

00:31:54: ist für die Kinder der Zusammenhang mit dem was sie gerade tun eine Bewertung weil die Inhalte fehlen Wenn ich sage, mir gefällt ein Bild.

00:32:03: Ich habe dich jetzt eine Viertelstunde beim Bobiker-Fahren beobachtet wie du um die Kurven fährst?

00:32:10: Ich bin beeindruckt!

00:32:12: Das ist das wo ein Kind eine bildliche Beschreibung bekommt.

00:32:16: Die Anerkennung in der Stimme hört im Blick.

00:32:20: Es ist ein Gespräch also toll.

00:32:23: Das hast aber toll gemacht.

00:32:25: Das ist ne abgekürzte Form und hat unheimlich viel Raum für Interpretation Und das kollidiert häufig dann mit der Befindlichkeit, sag ich mal.

00:32:34: Der anderen Person.

00:32:36: Das ist ein Thema, da können wir noch drei Wochen darüber reden?

00:32:39: Absolut und ... Da kommt auch wieder raus, dass ich die Macht dir habe.

00:32:43: Ich sage dir was du gut gemacht

00:32:45: hast.

00:32:45: Mhm.

00:32:46: Und ich weiß, was gut ist.

00:32:47: Ja.

00:32:48: Und du bist jetzt gerade ganz schön überheblich, ne?

00:32:52: Bisschen!

00:32:52: Ein kleines bisschen überhebig.

00:32:56: Ich hab auch die Macht hier weil ich ... den Aufnahmeknopf drücken kann.

00:33:00: Und

00:33:00: ich sag dir, ob das gut gesprochen wird oder nicht?

00:33:02: Ja und jetzt sind wir beim Interpretieren und beim Analyseen.

00:33:06: Genau!

00:33:06: Und dann stelle ich eine Diagnose... ja und dann haben wir's.

00:33:12: Und diese Interpretation ist natürlich auch aus meiner Perspektive unterstellt der Das was ich denke deine Absichten sind.

00:33:21: Das hast du extra gemacht.

00:33:23: Und dass es so richtig perfide finde ich.

00:33:24: Das ist noch ein richtig eklige Komponente in den Blockern finde ich, das hört sich erst nicht so schlimm an.

00:33:31: Aber das ist so perfide manipulierend finde ich.

00:33:35: Wo ich denen dann irgendwo dahin bringen kann die Person dass sie das genauso macht wie ich das will.

00:33:40: Genau und es gibt so viele Situationen im Alltag wo Menschen hören ja das hast du jetzt extra gemacht Du wusstest das dass ich das nicht mag Und das hast du jetzt aus diesem Grund gemacht.

00:33:55: Ich analysiere, ich bescheme in diesem Moment, ich interpretiere weil ich nicht aussprechen kann – ich bin gerade frustriert darüber aber ich nehme dem anderen komplett seine eigene Deutung.

00:34:09: Das heißt alles was Du tust macht Sinn.

00:34:13: nur Dein Verhalten interpretiere ich an der Stelle so wie es mich vielleicht stört oder belastet, oder wo ich denke das sind deine Absichten.

00:34:23: Und ist es dann unheimlich schwer gerade in Konfliktsituationen Menschen davon abzubringen dass das nicht so ist?

00:34:29: Weil der Widerstand ist ja schnell da.

00:34:31: Da stimmt doch überhaupt nichts!

00:34:33: Doch das weiß ich ganz genau, das machst du hier das mal so und vor allem diese Aussagen Das macht mein Kind extra um mich zu ärgern finde ich is eine Diskussion wert.

00:34:45: Ab wann können Kinder bewusst ärgern und ab wann empfinden Eltern das so, dass mein Kind mich ärgert?

00:34:52: Das ist ein riesengroßer Unterschied.

00:34:54: Aber das wird auch interpretiert und analysiert aber aus der ... Meine Schwester hat mir mal einen Spruch auf den Weg gegeben Wir wissen nicht was die anderen Menschen denken und fühlen.

00:35:07: wir interpretieren deren Verhalten Und ärgeren uns über unsere Gedanken.

00:35:13: Wow

00:35:13: Ja,

00:35:14: das ist philosophisch

00:35:15: Genau.

00:35:17: Passt aber, ich muss den gerade im Kopf hin und her schieben?

00:35:21: Also für mich ist der seitdem irgendwie grade bei Interpretation, wo ich denke ja genau das ist ja genau der Ausgangspunkt.

00:35:30: du hast es extra gemacht.

00:35:31: Ich habe schon interpretiert, gedeutet Und ich beginne mich zu ärgern über meine Gedanken weil ich weiß gar nicht was dein Beweggrund ist Was meiner Sicht ist dass eine häufige Grundlage überhaupt für Konflikte die Interpretation und die Bewertung des Verhalten, was der andere tut.

00:35:50: Oder sagt?

00:35:51: Jetzt müssten wir es natürlich ein bisschen anreißen vielleicht ... Wie geht's denn anders?

00:35:57: Ich bin noch nicht ganz durch mit dem Kommunikationsblocker, aber das können wir ja, hast du gerade gesagt in die ...

00:36:03: In die Show-Notes pack ich's auf jeden Fall mit rein.

00:36:04: Okay.

00:36:05: Ich glaub', wir haben so die Kracher wirklich jetzt grad dabei gehabt.

00:36:08: darum.

00:36:09: Das soll doch kein Aufzählen werden!

00:36:10: Ja,

00:36:11: ich will auch nicht nur die ... die negativen Dinge rausstellen.

00:36:14: Vielleicht würden jetzt einige zuhören und denken, das mach ich nutzig ja, dass nutze ich ja, wenn man so ehrlich ist mit sich selbst ... Ich nutze ja zwischendurch auch noch.

00:36:23: Das ist ja auch nochmal ganz klarzustellen, dass wir das ja immer noch im Gepäck haben.

00:36:29: Die Blocker werden dann schnell wieder hervorgeholt, wenn es mal stressig ist oder wenn ich mal nicht so ausgeruht bin, wenn ich nicht in der vollen Energie bin, wo ich einfach schnell mal ... agiere ohne nachzudenken.

00:36:40: Vor allem solange wir keinen Ersatz dafür haben.

00:36:43: Darum habe ich jetzt schon mal gesagt, okay, welche Möglichkeiten könnten wir denn jetzt schon einmal aufzeigen?

00:36:50: Was machbar wäre vom Beispiel aus dem Intro mit den Matheaufgaben stelle ich nicht so an.

00:36:57: die Aufgabe ist wirklich nicht so schwer.

00:36:59: wie könnte das anders gelöst werden?

00:37:01: diese Problematik oder zusammen mit dem Kind?

00:37:04: Also ich glaube, das Erste ist auch die Ruhe bewahren.

00:37:07: Wir müssen nichts lösen und zwar nicht sofort lösen.

00:37:11: wenn jemand sagt Ich kann das nicht!

00:37:14: Wir hören da häufig unbewusst den Auftrag Hilf mir mach mal und vielleicht ist er auch da Und gleichzeitig muss der Auftrag nicht aufnehmen, ich kann das Problem beim Kind lassen und ich kann beim Kind bleiben Wenn wir jetzt bei dieser Aufgabe sind.

00:37:28: Ich kann mich dazu setzen Und mit dem Kind darüber sprechen ist gerade viel.

00:37:33: Magst du mir mal erzählen, wie weit bist du gekommen oder was genau für dich jetzt schwer ist bevor ich mit Lösungen komme und ins Gespräch komme?

00:37:43: Oder vielleicht auch gemeinsam schauen, was brauchst du denn jetzt gerade?

00:37:47: Vielleicht ist das Kind erschöpft müde, vielleicht braucht es eine Pause... Das kriege ich nur raus wenn ich mit dem kind spreche noch besser dem Kind zuhöre, dem Kind die Möglichkeit gäbe darüber zu reden.

00:38:03: Vielleicht bedrückt das Kind ganz was anderes nicht.

00:38:05: Die Matheaufgabe ist schwer sondern der Freund hat die Verabredung abgesagt und dann bin ich blockiert!

00:38:12: Dann kann ich Mathe nicht rechnen.

00:38:14: Ja also für mich ist der Schlüssel da sein, präsent bleiben Nicht sofort in die Retterrolle springen Sondern die Rettung isst Zeit, Begegnung also Gespräch zu hören, schweigen je nachdem was die Situation ergibt.

00:38:34: Die Lösung ergibt sich dann häufig wenn die Ruhe da einkährt nur sie kehrt nicht ein.

00:38:40: wenn ich glaube ich habe eine Idee was dem Kind jetzt helfen könnte und wir haben es ja gerade aufgezählt genau das wäre so für mich einmal durchatmen und bleiben

00:38:53: und sich zeit nehmen Wenn ich das noch

00:38:55: mal so

00:38:56: zusammenfasse, dann einfach dem Kind Zeit schenken.

00:38:58: Ich guck, das haben wir schon in ganz vielen Folgen gehabt und ich finde was du auch gesagt hast, dass ich wiederhole das gerne nicht in diese Retterrolle verfallen weil ... Ich muss das aus meiner Perspektive ganz klar sagen, weil ich auch so ein Lösungsfreak war vielleicht immer noch bin Grundstudium, Ingenieurstudium gemacht, da denkt man irgendwie nur in Lösung, vielleicht bin ich auch getriggert.

00:39:20: Das war eine schwierige Hürde bei den anderen zu lassen und dass die selber lösen dürfen, ob es jetzt meine Tochter ist.

00:39:28: Meine Frau oder wer auch

00:39:30: immer?

00:39:31: Und das ist eben wie Dr.

00:39:32: Thomas Gorn sagt ein Drittel, immer mal wieder probieren und das umzusetzen.

00:39:36: Genau!

00:39:37: Es sind ja auch Gewohnheiten ne?

00:39:39: Es schießt aus uns heraus weil das eine Bahn ... Die haben wir lange genutzt.

00:39:45: nur sich dessen bewusst werden, dass die Kommunikationsblocker... Das ist ja ein Blocker, ist ja eine Sperre auch dazu führt, dass wir Menschen verletzen.

00:39:57: Obwohl wir es wirklich gut meinen und manchmal ist das etwas die größte Sorge.

00:40:03: wie zum Beispiel ein Kind kommt von der Schule schmeißt den Rücksack in der Ecke ja dann sagt ihr Mutter ja kannst du nicht wenigstens hallo sagen?

00:40:11: Ja hi!

00:40:12: Was ist denn jetzt schon wieder?

00:40:14: Na warum sprichst du nicht?

00:40:16: Kind setzt sich vielleicht zur Seite Ja, jetzt guck mich mal an.

00:40:19: Was ist denn los?

00:40:20: Und schon haben wir diese alltäglichen Situation aus der Sorge heraus und das Kind wird unter Druck gesetzt ohne dass wir es wollen.

00:40:30: Wir wollen ja nur helfen aber die Art und Weise wie wir es tun – Das ist das was ein Narben hinterlässt und Distanz schafft.

00:40:37: Das macht es so schwer!

00:40:45: Ich habe die Geschichte von Nosrat Peseshkian.

00:40:48: Wir geben den Schlüssel immer weiter.

00:40:51: Das darfst du nicht, sagte der Vater.

00:40:54: Gläubig blickte der Kleine zu ihm auf und ließ es sein.

00:40:58: Dafür bist du so klein, erklärte die Mutter.

00:41:01: Respektvoll zog er sich zurück!

00:41:04: Auch dies ist nicht gut, erzog ihn der Vater Und jenes ist nicht recht, erzogen die Mutter.

00:41:10: Wenn große Leute sprechen sagen Kinder nichts, ermahnte man ihn.

00:41:16: Also schwieg er Bescheiden.

00:41:19: Gibt dich nicht so dumm, rückte der Lehrer und der Junge ließ das fragen.

00:41:24: Er ist so linkisch und gar nicht gesprächig, langwalten sich die Mädchen – das munterte ihn auch nicht auf!

00:41:32: Sitz nicht im Haus herum, rückt der Vater.

00:41:36: Was suchst du auf der Straße?

00:41:39: Rückt den Mutter.

00:41:41: Er scheint mir so verklemmt, meinte der Arzt.

00:41:45: Verschlossen sagte der Lehrer.

00:41:48: Verträumt!

00:41:49: Was soll das ihm werden?

00:41:52: Kann ich nicht brauchen, urteilte der Chef.

00:41:54: Vergrennt mir die Kundschaft, spricht kaum keinen eigenen Kopf, fragt aber auch nichts.

00:42:02: Seltsamer Kautz.

00:42:05: Organisch gesund, sagte der Arzt und war so ein hübsches Kind, flüsterten den Nachbarn.

00:42:12: Alles kümmerte sich um ihn – die Familie, die Schule.

00:42:17: Nichts fehlte ihm, aber er wird mit dem Leben nicht fertig.

00:42:21: Die armen Eltern!

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