Ich kann nicht mehr
Shownotes
In dieser Folge sprechen Ingo und Lydia über einen Satz, den viele Eltern kennen – und oft trotzdem nicht laut aussprechen: * Ich kann nicht mehr.*
Was passiert, wenn Eltern nur noch funktionieren, alles organisieren und tragen, aber sich selbst dabei immer mehr verlieren?
Es geht um Überforderung, Bedürfnisse, Schuldgefühle und die Frage, wann aus Fürsorge Selbstaufgabe wird.
Eine Folge über ehrliche Elternschaft, innere Erschöpfung und den Weg zurück in Verbindung – mit den Kindern, mit der Familie und vor allem mit sich selbst.
Zum Abschluss liest Lydia eine Geschichte über ein Paar, die das Thema dieser Folge auf besondere Weise aufgreift.
Viel Freude beim Anhören!
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00:00:01: Und sobald ich das denke, mein Kind ist mir zu viel, dann schäme ich mich dafür.
00:00:05: Ich fühle mich schuldig und versuche es abzuwehren nach dem Motto.
00:00:10: Das darfst du gar nicht denken!
00:00:22: Hallo und herzlich willkommen zu Ich-du-wir der Podcast der verbindet.
00:00:26: Kennt ihr diesen Satz?
00:00:34: Oder sagt ihr nur ganz still zu euch selbst?
00:00:36: Oder vielleicht sagt ihr diesen Satz nicht einmal zu euch, ihr schluckt alles runter macht einfach weiter.
00:00:42: Für die Kinder für die Familie für den Alltag der eben weiterlaufen muss.
00:00:47: In dieser Folge geht es um Eltern die innerlich aussteigen Nicht weil sie ihre Kinder nicht lieben sondern was über lange Zeit mehr geben als sie selbst auftanken können.
00:00:56: Ich erinnere mich dabei an eine Mutter die Alles für ihre Familie gemacht hat wirklich alles.
00:01:01: Sie hat organisiert, geplant.
00:01:02: Der Innert aufgefangen zugehört.
00:01:05: Einfach
00:01:05: funktioniert.".
00:01:07: Und als ich sie dann einmal gefragt habe – Was ist dir denn eigentlich wichtig?
00:01:11: Was brauchst du für deine Entspannung?
00:01:14: kam erst mal keine Antwort.
00:01:15: Stille!
00:01:16: Nach einer Weile sagte sie dann – Ingo, wenn es den anderen gut geht, dann geht es mir auch gut.
00:01:22: Ein schöner Satz und gleichzeitig ein Satz der viel erzählt.
00:01:25: Denn was passiert, wenn die eigenen Bedürfnisse dauerhaft keinen Platz mehr haben, wenn Eltern nur noch funktionieren Wenn Liebe irgendwann mit Selbstaufgabe verwechselt wird.
00:01:35: Darüber sprechen wir in dieser Folge über Überforderung, Bedürfnisse, Schuldgefühle und darüber wie Verbindung wieder möglich wird – Mit dem Kind, der Familie und vor allem wieder mit sich selbst.
00:01:47: Hallo liebe Lydia!
00:01:49: Hallo Ingo!
00:01:50: Großes Thema was Sie uns heute rausgepickt haben oder besser gesagt Dein Vorschlag war es ja
00:01:56: Ja das ist ein Thema was so viele Menschen noch beschäftigt, zumindest mit den Eltern, mit denen ich zu Touren habe in einer Beratung oder auch in der Praxis.
00:02:06: Dieser Satz, den du eben gesagt hast – Ich kann nicht mehr!
00:02:09: Der kommt relativ häufig und das ist ja schon klingt dann immer wie ein Endzustand.
00:02:17: Ich möchte nochmal betonen, dass, was du gerade gesagt hast, Eltern steigen innerlich nicht aus weil sie ihr Kind nicht mehr leben sondern sie steigen häufig aus, finden ihre Inneren und aber auch die äußeren Ressourcen dauerhaft kleiner silt als die Anforderungen.
00:02:32: Und das ist das, was in einer modernen Forschung als elterliches Bern-Auth beschrieben wird.
00:02:39: Elterliches Bernd Auth ist ein chronisches Ungleichgewicht zwischen Belastungen und verfügbaren Ressoursen im Elternsein.
00:02:47: Das heißt zu den Kernmerkmal gehören Escherpfung.
00:02:50: Das hast du ja eben auch schon erwähnt, innere Abstand zum Kind das Gefühl, die Elternrolle nicht mehr zu schaffen und der schmerzhafte Kontrast zu dem Elternteil, den man einmal sein wollte.
00:03:04: Weil ich weiß es nicht!
00:03:05: Wir haben in einer der Folgen auch schon mal darüber gesprochen bevor die Kinder geboren wurden bei dir deine Tochter bei mir meine Kinder.
00:03:13: Haben wir so eine Idealforstellung von dem wie du als Vater oder ich als Mutter sein wollte?
00:03:18: Das
00:03:18: stimmt Ich ergänze das mal noch so ein bisschen, weil ... Das ist mir so kleben geblieben.
00:03:23: von Dr.
00:03:23: Thomas Gurne beschreibt es in einem Buch auch.
00:03:26: Die Kinder nehmen uns ja so ein Bisschen wahr wie Gottheiten.
00:03:30: Weil wenn die ins Bett gehen, ist Mama oder Papa da?
00:03:34: Wenn sie wach werden, ist Mamma und Papa wieder da!
00:03:37: Und unbewusst, glaub ich ziehen wir so eine Jacke an.
00:03:40: So einen ... Ich hab es im Vortrag geschrieben wie so ein Cape, wie so'n Superman-Cape was ich dann anhatte um immer für meine Tochter da zu sein.
00:03:48: Na ja, zu Beginn ist das auch tatsächlich etwas wo die Bedürfnisse des Kindes – die erfüllten Bedürfenisse des Kinds – zu hundert Prozent von mir abhängen.
00:03:58: Ich bin als Mama oder du als Papa jetzt in einer Rolle.
00:04:02: ich möchte das Kind verstehen und ich möchte die Bedörfnisse stillen Und dann ist der Fokus erstmal nach außen und in der Babyzeit, in der Säugling-Zeit, in einer Kleinkind-Zeits.
00:04:12: Solange das Kind nicht sprechen kann, solange das kind für sich selber nicht die Wahrnehmung hat was brauche ich denn?
00:04:18: sind wir ja permanent am Scannen und am Lesen um dem Kind eine gute Zeit zu ermöglichen.
00:04:26: befriedigte Bedürfnisse Entwicklung ermögliche dass das Kind spielen kann dass das Kinn fröhlich ist.
00:04:32: Das sind so die ersten Lorbeeren, die wir da noch als Eltern ernten.
00:04:37: Wenn ich sehe das Kind lacht, hab' ich das Gefühl... Ich habe alles gemacht was mein Kind jetzt gerade braucht und ich stoppte grade.
00:04:45: Ich wollte nicht sagen richtig aber das ist ja häufig... Also du lachst jetzt sehr genau häufig.
00:04:51: dann habe ich hier alles richtig gemacht.
00:04:52: Aber das is ja was wir denn auch denken?
00:04:54: Ich wollte es gerade auch so reinschreien dieses Richtig machen
00:04:58: Ja, und die ist richtig machen über eine lange Zeit.
00:05:01: Egal ob das jetzt im Kindergartenalter ist oder zum späteren Zeitpunkt wir versäumen auszusteigen.
00:05:08: Wir versäumern häufig den Kindern die Verantwortung für die Befriedigung eigener Bedürfnisse zu übergeben.
00:05:15: Und an der Stelle entsteht häufig diese Selbstverständlichkeit, eine Routine nicht unbedingt.
00:05:24: Ich spreche bewusst in wir, weil mir sind diese Zeiten auch bekannt wo ich auch nicht mehr gemerkt habe oder heute auch manchmal verlauter im Außen Dinge zu tun andere Menschen zu begleiten wirklich tatsächlich auch den Blick auf mich selber zu werfen.
00:05:39: wann bin ich denn dran?
00:05:40: was brauche ich denn?
00:05:42: und das was du gerade beschrieben hast es ist mir auch schon Nicht nur einmal passiert, wo ich dann denke.
00:05:48: Ich weiß überhaupt nicht was ich brauche!
00:05:50: Ich weiß jetzt gerade nicht.
00:05:51: Ich habe zu selten zu wenig hingeschaut und ich glaube wir unterscheiden heute zwischen Eltern sein und zwischen Mensch sein.
00:05:59: aber das wiederholt sicher weil wenn wir jetzt wieder zurück zu Thomas Gordon gehen Eltern sind keine Gotheiten sondern es sind Menschen.
00:06:07: Und wenn ich als Mama oder als Papa für Säume in meinem Kind zu zeigen, dass sich belastet bin und meine Ruhe brauche.
00:06:15: Heißt das nicht automatisch?
00:06:16: Ich brauche die Ruhe von dir!
00:06:18: Sondern ich kann sie auch anders kommunizieren.
00:06:21: Nur das tun die Wenigsten.
00:06:24: Das gibt dann tatsächlich irgendwann diesen Zustand über den wir gerade gesprochen haben – ich kann nicht mehr.
00:06:30: Weil die Wenigen werden sagen «Ich will nicht mehr».
00:06:33: Ich sage immer dieses «ich kann nicht» ist eine Fähigkeit.
00:06:37: Ich kann lange, ich kann viel.
00:06:40: Ich kann mich komplett verausgaben weil das habe ich gelernt.
00:06:44: aber wo kommt der Punkt wo ich dann sage so will ich dass nicht mehr?
00:06:49: Hast du ein Zeitpunkt wo wir von dem Thron steigen sollten oder auch dieses Cape zwischendurch mal wieder ablegen?
00:06:56: gibt es irgendwie wo wir sagen können Das sind Indikatoren dafür?
00:07:00: oder das ist vielleicht eine Alter wo ich oder anders ausgedrückt, wo das Kind noch besser registrieren kann.
00:07:07: Wie wir gesagt haben im Babyalter ist es natürlich klar da braucht das Kind absolut unsere komplette Unterstützung.
00:07:13: aber so einen Zeitpunkt wo du sagst okay jetzt können wir das ein bisschen wieder stärker auf uns in das Innere gucken auf unsere Bedürfnisse
00:07:22: Tatsächlich würde ich das sagen Es ist unabhängig vom kind.
00:07:26: Wir sprechen ja immer von einem Nervensystem was reguliert werden will.
00:07:31: Ich reguliere mein Kind, in dem ich zuerst ruhig bin.
00:07:38: Das heißt diese Co-Regulation über die wir sprechen, die enttritt ja nicht einfach so auf!
00:07:43: Aber wenn ich bebalastet bin, wenn ich müde bin und erschöpft bin ist Co-regulation für mich als Mama, wenn mir jemand sagt, boah es gerade ganz schön viel, was brauchst du damit's leichter wird?
00:07:56: Weil genau das ist es... Ich brauche jemanden der mich sieht, wenn sich mich nicht mehr sehe Jemand, der mit mir fühlt und sagt, dieser meint wegen jetzt die Krankheit des Kindes.
00:08:09: Das hält schon eine ganze Woche an!
00:08:11: Wie schaffst du die ganzen Nächte?
00:08:13: Du siehst so müde und erschöpft aus.
00:08:15: Stimmt meine Wahrnehmung.
00:08:17: D.h.,
00:08:17: die Korregulationen, die wir Erwachsene brauchen... Wir brauchen jemand, der sagt komm ich entlastet dich.
00:08:24: Ich helfe, ob es Großeltern sind oder Partnerinnen sind.
00:08:28: Die einfach sagen, ich sehe dich Und das ist das, was für die Kinder genau dieser Punkt ist.
00:08:34: Ich sehe das Kind, ich sehe die Entwicklung des Kindes nur ich sehe auch die Fähigkeiten und die Möglichkeiten, die das Kind mit sich bringt und nicht immer nur das was ich muss oder möchte weißt du?
00:08:47: Und so dieses innerlich aussteigen hat ja dann unterschiedliche und nimmt das unterschiedliche Formen an.
00:08:54: Das kann sein Eltern funktionieren nur noch,
00:08:56: d.h.,
00:08:57: dass Paar lebt nebeneinander und der Alltag wird bewältigt.
00:09:00: wer macht was welche Termine und vieles passiert dann mechanisch.
00:09:05: D.h.
00:09:05: da wo vielleicht eine Freude oder eine Leichtigkeit sein könnte die ist nicht mehr da.
00:09:10: wenn das Nervensystem des Elternteils und hier möchte ich Mütter wie Väter gleichermaßen beachten Es geht dann darum, die Versorgung des Kindes.
00:09:20: Die haben zu essen.
00:09:22: Das sind Termine in der Schule oder im Kindergarten.
00:09:24: Die müssen wieder ins Bett gebracht werden.
00:09:27: Es wird ja vieles nach außen gemacht und zwar regelmäßig.
00:09:31: Und wenn ich an meine Grenzen komme und innerlich sage Ich kann nicht mehr Also was wäre deine natürliche Reaktion?
00:09:40: Bei mir wäre es Rückzug das heißt ein Stück weit... Ich spreche vielleicht weniger Oder ich habe weniger Lust zu spielen oder ich biete selten eine Nähe an, weil das kann nicht auch noch.
00:09:52: Das ist mir gerade alles zu viel.
00:09:54: Wir hören nicht mehr wirklich zu.
00:09:56: Weil das eigene Kopfkino was muss noch alles erledigt werden?
00:09:59: Das ist ja auch das.
00:10:00: Mental load ist ja nicht die Aufgabe als solche, die wir zu tun haben sondern die Gedanken darüber... Was wir alle so welt sind.
00:10:10: und was muss ich noch denken.
00:10:13: Hier ist der Geburtstag hier ist das hier ist jenes Wir managen und regeln unheimlich viel.
00:10:20: Und das ist einer der Faktoren, wo wir dann auch nicht mehr zuhören.
00:10:24: Häufig ist auch so das Merkmal, wo Eltern sagen, das Kind ist mir zuviel.
00:10:29: Aber es ist da zuvier?
00:10:31: Nicht das Kind isst zuviert sondern meine Kapazitäten!
00:10:34: Ich kann's nicht verarbeiten.
00:10:36: Hier läuft es, da schreit es hier spielt, das Tier fordert, dass was... Wenn man tiefs das bedürft, ich will eigentlich nur meine Ruhe, ich brauche eine Pause Nicht erfüllt wird, ist mir alles zu viel.
00:10:49: Die Bedürfnisse des Kindes sind völlig normal und in der Regel altersentsprechend.
00:10:55: aber das ist das was meine Bewertung oder meine Wahrnehmung ist ne?
00:11:00: Und sobald ich das denke mein Kind ist mir zuviel dann schäme ich mich dafür!
00:11:03: Ich fühle mich schuldig und ich versuche das abzuwehren so nach dem Motto Das darfst du gar nicht denken geschweige denn Das auch in dein System lassen.
00:11:14: Aber dann ist ja eine Spirale gerade angetreten, wenn das nicht ins System gelassen wird?
00:11:19: Also dieses ... Es ist zu viel.
00:11:21: oder jetzt mal so böse ausgerückt, dass Kind isst zu viel, obwohl es das ja nicht ist.
00:11:26: Aber da geht die Spiralle immer weiter und weiter, weiter, weiter.
00:11:29: Genau!
00:11:30: Wir sind hier tatsächlich da wo unser Nervensystem versucht uns selber zu schützen.
00:11:35: Das Nerven-System was dauerhaft in einer Überlastung ist, d.h.
00:11:39: diesen Stress den wir als normalen Alltag empfinden, weil jeder es hat.
00:11:46: Der ist für mich gerade zu viel.
00:11:48: wenn alles egal was auf mich einprasselt Verantwortung Geräusche Forderungen Zuviel werden gehe ich innerlich auf Rückzug Weil mein System Mein Nervensystem ist dauerhaft belastet und das ist das was wir ja so genannten Trauma oder Stressstrudel nennen.
00:12:05: Das heißt Umso mehr ich von diesen Gefühlen habe oder Gedanken habe, die ich tatsächlich nicht fühlen und denken sollte.
00:12:13: Umso stärker werden die Schuldgefühle und umso mehr tue ich nach außen damit ich diese innere Abwehr widerlegen kann im Sinne von Ich mach's aber!
00:12:27: Ich funktioniere weiter obwohl ich nicht mehr kann.
00:12:29: und deshalb meine ich vorhin Kann ist eine Fähigkeit Und wir können viel aushalten, wenn wir uns in der Geschichte der Menschen, der Menschheit überhaupt erinnern.
00:12:39: Was kann ein Mensch alles ertragen?
00:12:41: Ein Mensch ist extrem robust.
00:12:43: Ganz genau.
00:12:45: Zu dem Thema was du gerade beschrieben hast diese Fürsorge die ja dann da ist wie lange es so deine Einschätzung braucht dass es dann irgendwann mal aus der Fürsage eigentlich eine Selbstaufgabe wird und aus dieser Selbstaufgarbe dann auch keine Muster mehr zu erkennen sind, was für meine Gefühle sind.
00:13:05: Was ich haben will.
00:13:05: Bittes da irgendwie wo du sagen kannst okay wenn nicht so lange in dieser Spirale drin bin?
00:13:09: Dann ist schon
00:13:13: ein großes Problem.
00:13:14: Es ist relativ individuell würde ich sagen.
00:13:16: es kommt ja auch auf meine Prägungen wieder an.
00:13:19: Wenn ich schon als Kind gelernt habe... tun, damit's Mama oder Papa gut geht.
00:13:25: Dann sind schon die ersten Weichen
00:13:28: gelegt.".
00:13:29: Das heißt wenn ich gelernt habe – Ich muss helfen!
00:13:33: Wenn ich lieb bin und meine Mama gerade entlastet wird und mir auch noch sagt Danke ne?
00:13:39: Du bist der Einzige den mich unterstützt dann komme ich da nicht mehr raus.
00:13:43: das heißt es ist etwas wo Bewusstsein dafür brauche, wo bin ich denn hineingeraten?
00:13:51: Umso tiefer das liegt um so weniger wird es mir bewusst.
00:13:55: Wir können jetzt um uns mit hier Helfer-Syndrom Perfektionismus mit unterschiedlichen Eigenarten oder Eigenschaften der Menschen sprechen.
00:14:04: aber das hat ja alles irgendwo ein Ursprung.
00:14:07: und wenn ich das gut gelernt habe bedeutet da gleichermaßen dass ich Nicht gelernt habe, welches Bedürfnis habe ich?
00:14:16: Wenn es mir nicht gespiegelt wird.
00:14:18: Welche Möglichkeiten habe ich zur Bedürftungsbefriedigung?
00:14:21: und das Allerwichtigste ist Ich darf keine Grenze ziehen!
00:14:25: Ich darf mich nicht abgrenzen weil von mir hängt ja alles ab Und dieser Kreislauf von Überforderung plus Kontrolle Das ist auch.
00:14:36: Ich kontrolliere das System Weil ich Angst habe, ich schaffe das Ganze nicht mehr Mache ich mehr, damit ich die Sicherheit habe.
00:14:43: Ich hab alles noch im
00:14:44: Griff.".
00:14:45: Das sind jetzt wirklich Begriffe, die du vermutlich nicht ...
00:14:49: Dass ich nicht mal alles im Griff habe oder?
00:14:51: Oder alles im Griff haben?
00:14:53: Doch, hab ich schon häufiger gehört, dass ich alles im griff habe.
00:14:56: aber die Frage ist ja dann wirklich ob ich alles in den Griff habe.
00:14:59: Vermeintlich!
00:15:00: Ich hab jetzt nur gerade nochmal darüber nachgedacht wie Du das beschrieben hast.
00:15:02: wenn Du als Kind das schon so gelernt hast, dass Du funktionieren musst und dieses Harmonische immer weiter spielst, auch dann in deiner Mutterrolle-Vaterrolle.
00:15:17: Dann bist du ja in einem ganz schlimmen
00:15:18: Zyklus.".
00:15:19: Das ist ja was wir auch sagen oder Dr.
00:15:21: Thomas Kohl gesagt hat die Retterfalle von meinen.
00:15:23: Die können dir gar nicht mehr vermeiden und dieses ich kann nicht mehr kennen dir wahrscheinlich gar nicht.
00:15:29: das ist ja gar nicht oben verankert vielleicht schon aber sie könnt es wie ich eben eingangs gesagt habe nicht mal zu sich selbst haben?
00:15:35: Oder wie schätzt Du das einen denn?
00:15:37: Einmal daß Es ist ja auch noch mal so.
00:15:39: eine Frage, ob es überhaupt erlaubt oder nicht.
00:15:43: Aber was hinzunach kommt und ich finde erschwerend hinzukommt, dass unsere Kinder häufig unsere alten Prägungen in dem Maße triggern, das heißt antige Antisan-Kinder berühren uns an unseren alten Erfahrungen zum Beispiel nicht gehört werden.
00:16:01: Wenn das Kind weint oder schreit spürt der Erwachsen nicht nur die Lautstärke, sondern auch die eigene Unmacht aus der Kindheit.
00:16:09: Das heißt auch hier was mache ich mit meiner Unmach wenn mein Kind schreit?
00:16:15: Ich reagiere dann häufig so wie ich es entweder gelernt habe und aus der Unmachte heraus lasse ich mich anschreiben Und das ist ja auch noch meine Erschöpfung on top.
00:16:27: Wenn ich Aus meiner Herkunftsfamilie kenne, wenn ich zu viel wurde würde ich angeschrien und mein Kind das gleiche tut ist es im Unterbewusstsein häufig wie so eine Parallele.
00:16:39: Ich fühle mich angeschreien und zeitgleich versetzt vielleicht an das Alter meines Kindes.
00:16:46: Man sagt ja nicht umsonst wir bekommen die Kinder die wir brauchen um uns zu entwickeln.
00:16:52: Unsere Kinder halten uns sehr oft den Spiegel vor und das meine ich auch mit der Prägung, oder wenn das Kind mir widerspricht und sagt nur mache ich jetzt nö, ich habe keine Lust Hausaufgaben zu machen ist der Erwachsene derjenige die die Autonomie des Kindes erlebt und dass aber für sich als Respektlosigkeit.
00:17:12: Das Kind ist zu stark, ich werde abgewertet.
00:17:15: Ich werde nicht gesehen und wenn ich damit keinen Umgang habe weißt du kommt das noch mal an top!
00:17:21: Das ist ja auch Erziehung die da eine Rolle spielt und wenn die Beziehung darüber belastet wird es schwierig.
00:17:29: Kinder suche nach Nähe.
00:17:30: der Erwachsene spürt nicht nur die Bindung sondern auch Das Kind vereinnahmt mich.
00:17:36: Also ich habe vor Kurzem mit einer Mutter gesprochen und sie sagte ganz klar, wenn es meinem Kind nicht gut geht dann habe Ich den Eindruck Es verschlingt mich.
00:17:47: Es schluckt mich auf und am liebsten würde es ihn nicht hinein griechen und gar nicht mehr raus wollen Wenn man sich damit der Situation des ausgeliefert sein dem kind gegenüber sich nicht abgrenzen zu dürfen.
00:18:01: Und diese Situationen, die haben ja auch einen Charakter.
00:18:04: Die wiederholen sich!
00:18:05: Das heißt wenn ich mich nicht abgrenzen kann aus welchem Grund noch immer mein Kind aber spürt... ...die Mama ist jetzt gerade hilflos sie weiß gar nicht was sie machen soll, stört das bei dem Kind ja noch mehr Angst und diese Noch-mehr-Angst fordert noch mehr Mama.
00:18:22: Und noch mehr Mama ist für die Mama zu viel.
00:18:26: Das heißt sie zieht sich innerlich noch weiter zurück Und dann haben wir zwei Menschen, die Mama, die im Inneren nicht in der Lage ist.
00:18:35: Die auch wieder Kind?
00:18:36: Ist das richtig?
00:18:37: Das verstehe ich jetzt
00:18:38: ja.
00:18:38: Genau!
00:18:39: Die Nicht-in-er-Lage ist diese Nähe entweder zu erwidern oder eine Grenze zu ziehen und das eigene Kind was genauso fühlt für sie weil sie die Mama nicht greifen kann absolut in der Angst und den Unmärkten.
00:18:53: Und das ist das, was aus meiner Sicht so häufig diese Ressourcen, die fehlen dann.
00:18:59: Die Möglichkeiten, die fehlten dann und dass es das was tatsächlich zu diesem elterlichen Burnout auch führt weil das so aussichtslos sich in dieser Moment anfühlt.
00:19:09: wenn die Situation sich aber über Jahre häufen Ist das irgendwo... Wenn ich einmal nicht umgehen kann, zehnmal nicht umgehend kann Irgendwann gebe ich auf Und dann sage ich, ich kann nicht mehr.
00:19:23: Nimmt mir dieses Kind!
00:19:26: Manchmal ist das aber auch etwas was ja ehrlich ist.
00:19:29: Ich bin überfordert.
00:19:30: habe ich mal von einer anderen Mutter gehört und sie dann ihre Mutter anruft und sagt Kannst du bitte meinen Sohn für zwei Stunden holen?
00:19:38: Ich brauche Ruhe.
00:19:39: Sie sagt, ich habe unheimlich lange Schuldgefühle deswegen gehabt Dass ich Ruhe vor meinem Kind brauche bis ich verstanden habe.
00:19:48: Ich brauche die Ruhe in mir, ich muss mich sortieren.
00:19:51: Denn das was mein Sohn gerade in diesen Momenten tut sagt macht und es war ein sehr intensiv forderndes Kind hat sie so an ihre Grenzen gebracht.
00:20:02: und ich wollte das nicht meinem Kind gegenüber in irgendeiner Form unfair auslassen sondern ich habe deine Grenze gezogen.
00:20:09: aber sie hatte lange lange Schuldgefühle gehabt bis sie für sich verstanden hat.
00:20:14: So wenn ich für mich Sorge sorge auch für meinen Kind.
00:20:17: Er hat eine schöne Zeit bei Oma.
00:20:19: Ich reguliere mich und ich kann ihm wieder mit Freude empfangen, weil das ist gerade wenn ich nicht mehr kann.
00:20:25: Fühl' ich auch keine Freude
00:20:27: mehr.".
00:20:28: Ich hab mich grad gefragt... Das ist ja wunderbar dass da die Oma einspringen konnte!
00:20:35: Was machen jetzt Personen, die alleine ziehen sind?
00:20:38: Die genau dieses Muster haben schon seit der Kindheit, dass sie diese Rettarolle Irgendwie angenommen haben für die Familie, dass dann weiterführen aber wirklich alleine sind.
00:20:50: Ja das ist eine doppelte Belastung oder eine dreifache Belastungen wie man sehen kann.
00:20:56: also das ist tatsächlich im System.
00:20:58: wenn ich nirgends für mich Platz finde in dem ich mich selber versorgen kann führt es zu einer Dauerüberlastung.
00:21:05: und das ist dann auch etwas wo manche Eltern und die Gespräche die mich hatte heute noch ein Gespräch mit jemanden die sagt Ich bin seit heute halb eins wach.
00:21:16: Weil tagsüber das Kind hat eine extrem schlimme Erfahrung gemacht und ist traumatisiert worden, braucht starke Begleitung, tagsüber sagt sie sind in therapeutischer Begleitung
00:21:30: usw.,
00:21:31: nur zu Hause sehr herausfordernd und sie beschreibt dann ich arbeite nachts Ich stehe halb eins auf und wenn mein Kind dann um sieben Uhr wach wird, dann habe ich praktisch meinen Pensum erfüllt.
00:21:43: Weil tagsüber muss ich mich in meine Tochter
00:21:45: kümmern.".
00:21:46: Und das ist eine extrem belastende Situation.
00:21:49: Sie beschreibt wir haben keine Großeltern, wir haben Herr Kahn, sie hat noch ihren Mann aber sie schaffen es auch nicht.
00:21:55: Das ist der Moment wo's an die Substanz geht.
00:21:59: D.h.,
00:22:00: das Nervensystem kann das überhaupt nicht aushalten.
00:22:02: Der Kopf kann das nicht mehr balancieren funktionieren, ist dann angesagt und hier findet da eine Abspaltung von Gefühlen statt.
00:22:11: Abspaltung von Bedürfnissen statt Hungergefühl Sättigungsgefühl Schlafmangel Alles was da isst Ist im Überlebensmodus weniger spürbar.
00:22:23: Und das was ich eben mit dem Nervensystem auch meinte wenn Ich dann so am überleben bin vermutlich alle Zuhörerinnen, die da draußen sich jetzt gerade Gedanken machen und auch schauen.
00:22:35: Okay, hab ich das auch schon mal erlebt?
00:22:36: So extreme Situationen haben wir alle schon mal gehabt, wenn Kind schwerkranke ist oder
00:22:40: ja ... Weil du hast gesagt, dass es alles so runtergefahren sind dann Schmerzen nicht mehr so richtig wahrnehmbar.
00:22:47: Ich sag mal von Kopfschmerzen oder noch extremere Sachen, die im Körper passieren weil mein Nervensystem so überlastet ist Und auch wie du angedeutet hast, die Gefühle nicht mehr wahrnehmbar sind, sind Schmerzen dann nicht mehr wahrnehmbar?
00:23:01: Auch zum Teil.
00:23:03: Es gibt zwei Extreme.
00:23:04: Entweder habe ich dauerhaft schmerzenvolle Anspannung oder ich habe gar keine Schmerze beziehungsweise... Ich fühle nichts mehr.
00:23:13: also nicht nur Schmerz sondern auch Gefühle und dem Überlebensmodus.
00:23:18: Und da ist es gerade.
00:23:19: wenn wir über Schmerzensprechern ist das so dass wenn zu viel Neuadrenalin ausgeschüttet wird, das der sogenannte Tunnelblick im Stressmodus dann muss ich nur noch gucken wie komme ich da durch.
00:23:33: Das heißt auch das ist eine Schutzfunktion unseres Gehirns.
00:23:37: es wird weniger so und daher das eine kann mehr werden das andere kann auch ganz erstmal verschwinden.
00:23:44: aber über kurz oder lang ist das etwas was der Mensch nicht aushält Und die ist innere aufgeben und im Alltag mechanisch zu funktionieren.
00:23:54: Das schon die extremste Form, die sich glaube ich keine Mutter kein Vater dauerhaft innerhalb der Beziehung zum eigenen Kind oder zu den Kindern wünscht.
00:24:06: Nur hoffentlich wissen wir gar nicht wo die Tür ist.
00:24:10: Wie geht's raus?
00:24:11: Wo finden wir denn dann die Tür?
00:24:12: wäre vielleicht ein Ansatz dass wir gar nichts mehr?
00:24:15: dieses Ich kann nicht mehr so als versagen.
00:24:18: Das klingt ja wirklich so.
00:24:19: Wenn ich das jetzt sage, ich kann nicht mehr, bin ich ein
00:24:21: Versager.".
00:24:23: Oder können wir das umbünzen?
00:24:25: Dass es eher eine Standortbestimmung ist, dass ich so weiß ... Ja, ich kan grad nicht mehr.
00:24:31: für mich und gesellschaftlich finde ich es dieser Satz so... Ich kann nicht mir ...
00:24:38: Ach, da war ne Lusche!
00:24:39: Stelle dich die Sonne noch
00:24:40: weiter.
00:24:42: Da musst du doch mal durchziehen.
00:24:44: oder dass wir das einfach anders interpretieren wollen Weil du sagst, wie können wir so eine Tür öffnen?
00:24:50: Damit wir erst mal so langsam rauskommen.
00:24:53: Das geht nicht von heute auf morgen, dass wir einen Button drücken und sagen ... Jetzt wird's besser!
00:24:58: Jetzt mach ich das alles anders.
00:24:59: Hundert-achtzig Grad Turnaround.
00:25:02: Ja, dazu gehören ja Prozesse.
00:25:04: Also wenn das so ist, wo ich sage, ich kann nicht mehr, dann ist es ja schon Lippenbekenntnis.
00:25:11: Und das auch ernst zu nehmen bedeutet ja, ich gucke genauer hin.
00:25:17: Also wenn man sich so umhört, wie oft sagen die Menschen, boah ich kann nicht mehr.
00:25:21: Es ist mir alles zu viel.
00:25:22: Wo am liebsten würde ich hier weglaufen... Ist
00:25:25: das stressig?
00:25:26: Kommt
00:25:26: da wieder her?
00:25:26: ...ist das stressigt genau und häufig wird es hier auch nochmal umgedreht.
00:25:31: Das heißt, die Haltung dem Kindgegen über ändert sich dann.
00:25:35: Mein Kind hat es schwer weil er jetzt gerade eine Trennungsphase durchmacht Und dann wird aus der Sicht der belasteten Eltern häufig Mein Kind macht es mir schwer, weil das Kind den Verhalten Bedürfnisse zeigt.
00:25:54: Die Mama und Papa in diesem Moment nicht befriedigen können, weil dass Kind jetzt gerade in einem Prozess ist und einfach Korrigulation braucht oder Begleitung braucht.
00:26:03: aber wenn ich auch nicht mehr kann dann höre ich manchmal Sätze von den Eltern wo ein Kind macht mir das Leben zur Hölle.
00:26:10: Das Kind ist schuld, dass es mir schlecht geht.
00:26:13: Nimm bevor ich auf deine Frage eingehe finde ich das noch mal wichtig zu gucken.
00:26:18: hier findet dann so eine Schuldumkehr statt.
00:26:20: Ich sorge nicht genug für mich.
00:26:22: mein Kind ist wie ein Seismograph zeigt mir also Mama du hast dich eigentlich über ne lange Zeit permanent übernommen spürst deine Grenze nicht fühlst dich nicht Und dann platzt mir der Kragen und dann borne nerv mich nicht.
00:26:37: Du bist schuld, also wie lange willst du noch?
00:26:40: Mein Kind macht mir das Leben schwer oder...
00:26:45: Kurze Zwischenfrage aus deiner Erfahrung mündst das auch in körperlichen Gewalt?
00:26:50: Man kann es ja fast gleichsetzen.
00:26:52: Kommunikationsgewalt zu der körperlichem Gewalt.
00:26:55: Das kann passieren weil gerade wenn ich im Überlebensmodus und die sagt das bewusst wir haben im Überlebensmodus einmal kämpfen, einmal fliehen und einmal erstarren.
00:27:05: So Kämpfen würde bedeuten verbal auch körperlich also dem Kind sagen nicht du wir haben jetzt gerade einen Streit sondern du bist mein Problem.
00:27:17: wenn du also der ändert sich doch der Ton der änderte sich alles Und nicht aus diesem Namen.
00:27:22: ein Kind ist grad belastet und braucht jetzt meine Begleitung Sondern es raubt mit den letzten Nerven.
00:27:29: das heißt Beide sind an ihren Grenzen.
00:27:32: Aber solange wir nachher um die Schuldfrage uns kloppen, nenne ich jetzt mal verbal führt das ja dazu dass Kinder häufig etwas verändern müssen.
00:27:43: Das ist auch das was in der Familientherapie oder wenn Belastungen innerhalb der Familie so groß sind es unsere Anliegen zu gucken Was brauchen die Eltern?
00:27:53: Nicht wie es schuld, ob um Gottes Willen.
00:27:56: Es geht wirklich darum was brauchen die Eltern?
00:27:58: weil Kinder spiegeln hier ist ein Ungleichgewicht und Kinder machen sich intuitiv unbewusst ganz große Sorgen.
00:28:05: nur wenn das in diesem Konfliktchaos immer lauter wird dann versuche ich ja das Feuer zu löschen und zwar du hörst bitte auf Aber das funktioniert nicht, weil Kinder uns ja brauchen.
00:28:21: Das heißt hier wäre jetzt so deine Frage.
00:28:24: wenn ich merke dass sich an diesem Punkt bin dann ist es vielleicht gut wenn ich es schaffe in dem Moment wo das Kind schläft und ich sage Ich nehme mir jetzt einen Moment Zeit Und ich gucke in mich und schaue was ist mir gerade zu viel?
00:28:42: Ist das wirklich das Kind, das Verhalten des Kindes?
00:28:45: Ist es vielleicht die Arbeit?
00:28:47: ist es der Haushalt.
00:28:49: Ist es so dass ich alles alleine trage?
00:28:52: Vielleicht weil ich auch nicht um Hilfe bitten kann.
00:28:56: Vielleicht weil Ich auch nicht abgeben kann sondern wirklich gucken was genau ist mir zu viel.
00:29:01: Weil dann würden wir unseren Bedürfnisse näher kommen mit der Frage Was brauche ich denn gerade?
00:29:08: Ist es etwas, was ich innerhalb der Familie ansprechen kann oder brauche ich einfach mal eine Pause?
00:29:16: Oder ich brauche vielleicht etwas wo ich lerne.
00:29:19: Welches Bedürfnis will jetzt am meisten beachtet werden?
00:29:23: Das habe ich mich auch gerade nämlich gefragt weil du gesagt hast so was brauchst denn jetzt wenn nicht das aber gar nicht weiß?
00:29:31: ist dann nicht vielleicht sinnig dass wir nochmal neu denken so auch als Eltern dass wir viel eher mal in einer zu einer Hilfe gehen, die da ganz anders von außen drauf schaut.
00:29:43: Die das uns die Augen mal dann öffnet weil wir es ja dann wirklich innerlich nicht mehr sehen weil wir wahrscheinlich Schranken davor haben?
00:29:48: Ich habe immer noch so das Gefühl dass es verpönt ist sich der Hilfe zu suchen.
00:29:53: Ja weil Eltern haben auch auf den starken Anspruch an sich selber es zu schaffen vor allem was wir vorhin schon einmal kurz hatten.
00:30:01: wenn ich mir ausmahle was für eine Mama sein möchte ist ja häufig auch der Satz so nicht wie meine Eltern.
00:30:08: Das höre ich sehr oft.
00:30:09: Ich wollte nie so werden wie meine Mutter und jetzt sage ich das Gleiche, jetzt tue ich das gleiche?
00:30:16: Genau weil ich in solchen stressigen Momenten nur das abrufen kann was sich verinnerlicht habe.
00:30:22: Das heißt auch wenn ich keine anderen Lösungen für mich entwickle dann reagiere ich häufig so wie ich nicht möchte.
00:30:31: Und wenn ich zum Beispiel zu meinem Kind sage hör auf mich anzuschreien Kann ich mir vielleicht, und das ist für die Zuhörer erinnern.
00:30:39: Vielleicht jetzt eine Möglichkeit sich selber die Frage zu stellen was habe ich davon wenn mein Kind jetzt aufhört zu schreien?
00:30:46: Was hab' ich
00:30:47: davon?".
00:30:49: Und da beantworten wir... Ich hab meine Ruhe!
00:30:51: Und da sind wir schon an unserem Bedürfnis dran Wenn ich sage herauf an meiner Jacke hier rumzuziehen.
00:30:59: Was habe ich davon?
00:31:01: Da habe ich ein bisschen Distanz.
00:31:03: Das heißt, was habe ich davon wenn mein Kind mit etwas aufhören soll oder meinen Partner oder irgendjemand?
00:31:10: Wenn ich mir immer wieder diese Frage stelle.
00:31:13: Was habe ich von der das lässt?
00:31:15: dann bin nicht an meinem Bedürfnis was gerade akut im Mangel ist.
00:31:20: Ich brauche ein starkes Bedürftnis nach Ruhe und wenn mir das bewusst wird kann ich auch sagen so Mir schwert gerade der Kopf.
00:31:27: Ich kann dir im Moment nichts zu hören.
00:31:30: Ich möchte mich für zehn Minuten auf die Terrasse zurückziehen und dann komme ich wieder.
00:31:35: Und dann können wir weitersprechen, das heißt ich bleibe in einer Beziehung, ich biete die Bindung an aber ich sorge auch für mich so dass mein Gegenüber, mein Kind oder auch eine andere Person lernt ah okay deshalb zieht sie sich zurück.
00:31:51: wenn ich aber aus dem Zimmer stürme mit der Tür knalle und auf die Terrasse gehe nichts sagen bleibt ein bitterer Beigeschmack weil die Person fühlt sich verlassen.
00:32:06: Kommuniziere ich das, wie ich das eben gerade gesagt habe?
00:32:09: Bleiben wir in Verbindung, weil ich sage, ich komme wieder!
00:32:11: Ich brauche jetzt gerade einen Moment für mich.
00:32:14: Ist das das häufigste was wir Eltern brauchen?
00:32:17: Ruhe?
00:32:18: Ja und nicht Ruhe vor den anderen sondern manchmal Ruhe von uns selber, vor unseren Ansprüchen, vor allem was im Kopf passiert Alles was wir denken, also das ist ja der Stressfaktor schlechthin.
00:32:33: Wenn wir von morgens bis abends alles im Kopf wälzen und glauben ich muss alles erledigen.
00:32:40: Das heißt alleine diese Wörter Ich muss ist Druck!
00:32:44: Ich kann nicht mehr es aufgeben.
00:32:46: So dieses...ich bin an meine Grenzen gekommen Und wenn ich sage Es gibt zwar viel zu tun.
00:32:52: Ich teile mir jetzt die Zeit so ein dass ich Pausen habe und unser Nervensystem braucht Abwechslung.
00:32:58: Das heißt ich kann in die Erregung gehen, ich kann Dinge erledigen aber danach brauche ich eine Pause.
00:33:05: Ruhe egal wie das aussieht aber sich nicht mit Natasete oder Kaffee hinsetzen und weiter planen sondern einfach mal gucken wie sich die Zweige da draußen bewegen oder die Fliege die da jetzt an der Fenster Scheibe rauf und runter graubelt.
00:33:19: Ich kann ja hinterhergucken.
00:33:21: Das wird jetzt noch mal ergänzend.
00:33:23: Die Ruhe, die wir dann bräuchten ist aber nicht... ...die wir manchmal so verkappt wahrnehmen,... ...das Handy schnell rausholen und dann nochmal kurz durch die Social Network scrollen... ...durch Instagram und Co sich noch einmal zehn Minuten ein paar Fotos angucken.
00:33:36: Die ruhe meinst du nicht?
00:33:37: Das ist ja keine Ruhe an das andere Input.
00:33:40: Das heißt ich erhol mich daher nicht!
00:33:43: Ich hole neue Informationen rein, es ist Ableenkung.
00:33:47: Ich lenke mich von dem ab, was ich jetzt gerade hier nicht erledigt habe.
00:33:52: Aber wenn ich andere Informationen – ich nenne es jetzt mal Auflade – habe ich auch keine Möglichkeit für mich so ein Stück weit runterzufahren?
00:34:00: Es ist ja nachgewiesen dass das künstliches Dopamin ist, was ausgeschüttet wird über am Handy scrollen.
00:34:08: Das künstliche Dopamin führt da dazu, dass ich ein Kick erlebe und sage, oh das ist spannend!
00:34:13: Ah, das sind so diese kleinen Glücksmomente die natürlich auch den Anschein mitbringen quasi, dass Ich mich jetzt ausgeruht habe nur weil ich künstlichen Dopaminkick erlebt habe.
00:34:28: aber direkt wenn ich das Handy weglege oder weglegen muss hat das Künstliche dopamineigenschaft der sogenannte Dopamincrash, das erleben wir ja auch bei Kindern wenn der Fernseher ausgeschaltet wird.
00:34:41: Kriegen die häufig dann auch einen Wutanfall sind damit nicht einverstanden weil es ist wissenschaftlich nachgewiesen.
00:34:49: Die Neurologen sagen dass kann man sogar messen.
00:34:52: diese biochemische Veränderung von Dopaminkick künstlich zack mir geht's gut und dann wird sie mir weggenommen oder ich muss es weglegen weil mein Kind wieder schreit ist Dopamincrash.
00:35:04: Das heißt, es fällt innerhalb von Sekunden noch tiefer als es eigentlich gewesen ist und das führt nachgewiesenermaßen sogar zu körperlichen Schmerzen.
00:35:15: Das heisst wir rasten danach noch stärker aus!
00:35:19: Und wenn mein Kind mich jetzt gerade vom Handy weggeholt hat weil er sich weh getan hat dann schrei ich unter Umständen auch das Kind an.
00:35:25: meinen Gott was soll das?
00:35:27: Zwei Minuten bin ich mal nicht da.
00:35:30: D.h.,
00:35:30: Eine hormonelle Geschichte.
00:35:33: Das ist etwas, was viele nicht wissen.
00:35:36: Diese Ablenkung mit dem Handy ... ist selten positiv.
00:35:42: Okay.
00:35:43: Lieber Ruhe
00:35:44: hinsetzen
00:35:45: nach draußen gucken.
00:35:47: Was du schon gesagt hast?
00:35:48: Zum Beispiel auch die Fliege mal angucken.
00:35:51: Was sie tut
00:35:52: oder... Also mich ärgert sich, ich mag keine Fliegen!
00:35:54: Okay
00:35:54: dann nichts.
00:35:56: Aber die Natur genießen.
00:35:57: Ja Das ist schon mal wo das Nervensystem dann wirklich reguliert wird, worum es geht.
00:36:03: Atmen!
00:36:04: Wirklich mal wahrnehmen wie atme ich denn gerade und auch so die Gedanken mal vorbeiziehen lassen?
00:36:09: Ich glaube da werden die Menschen unterschiedliche Tools in Techniken schon kennen aber dass was tatsächlich in diesen Momenten sind zwei drei Minuten Achtsamkeit mit sich selbst durchatmen nichts tun und nix planen in diesem Moment für dazu, dass ich dann wieder in meine Mitte komme.
00:36:30: Für den Moment!
00:36:31: Es ist natürlich wichtig das es regelmäßig passiert, dass es etwas ist was sich in meinen Alltag einbaue weil dieses Ich kann nicht mehr hat viel damit zu tun weil alles zuviel ist und der Anspruch sehr hoch ist.
00:36:48: Und dann sind wir ja auch selten Weil wir das nicht in Ruhe machen können, auch mit den Ergebnissen zufrieden.
00:36:54: Das ist ja auch noch mal so der Teufelskreis.
00:36:58: Erlebst du das eher bei Frauen?
00:37:00: Dass die dieses Ich kann nicht mehr haben weil sie gar nicht mehr rauskommen?
00:37:04: Weil du hast mir eben eine Frage gestellt wie ich da rausgekommen bin aus der Situation?
00:37:08: Ja, ich bin einfach abgehauen zurück am Regen!
00:37:11: Eine Woche.
00:37:12: Ob das der beste Austausch war, weiß ich jetzt auch nicht.
00:37:15: Also eine Kombination aus lauter Musik ... Nicht schlafen was ich vorher auch wenig gemacht habe.
00:37:20: mit Alkohol war ich auch nicht entspannter.
00:37:23: Ich erlebe eher dass die Väter dann abhauen sondern Männerrunde machen und die Mütter bleiben zu Hause.
00:37:28: Erlebst du das auch so?
00:37:30: Häufig ja, also ich würde so ungern jetzt pauschalisieren.
00:37:34: Es hat mit der Beziehung häufig zu tun wie die Rollenverteilung daneben ist.
00:37:40: Also es ist ja nicht selten gerade dass die ersten Monate Lebensmonate und Jahre dazu führen das wenn die Mutter stillt, dass sie dann eher auch in einer Versorgung des Kindes dabei ist.
00:37:52: aber letztendlich hat er's in der Beziehung sehr oft damit zu tun, wie viel Raum geben wir uns gegenseitig?
00:37:58: Das heißt Wie viel Verantwortung kriegt der eine oder die eine?
00:38:04: Hängt viel mit der Erziehung zusammen.
00:38:06: Ich kenne Konstellation, wo der Mann ähnliche Mental Health hängt wie andere Frauen weil das aufgrund von Erziehungs seine Verantwortung gewesen ist.
00:38:16: aber letztendlich gibt es so typischerweise häufig diese Lösungen.
00:38:21: und weil auch hier kommt nochmal so die Neurobiologie mehr oder weniger ins Spiel oder in der Evolution, also Sammler und Jäger.
00:38:32: Also typischerweise ist es so dass das männliche Gehirn eher auf Lösungen zeigt mir das Reh und ich holst dir Und Frauen sind eher Sammlerin und jedes Gefühl oder jede Beere oder jede Emotion Die sehen anders, das heißt auch die Augen gucken anders.
00:38:52: Also Männer sagt Vera Birkenbill, der guckt so in einem Raster und Frauen gucken mehr in die Breite, in die Höhe, in den Tiefen, das heisst auch das Auge erfasst mehr.
00:39:04: Und dann ist es nicht verwunderlich dass wenn du als Mann ich brauche eine Lösung Ich muss ja weg und dies ich muss weg heißt ja immer Auch mit dem Ziel wo will ich denn hin?
00:39:15: Weg ist ja nicht ein Ziel.
00:39:17: Also ich weiß nur, dass das verlassen will.
00:39:19: Sondern ich will zum Rock am Ring hast du gerade gesagt genau das war das Ziel und als andere hat sich dann schon ergeben so.
00:39:28: Genau, und die Frau sagt dann vielleicht auch ich muss mal weg.
00:39:31: Aber dann wird erst einmal der Kühlschrank geputzt.
00:39:33: also wer weiß was die Schwiegermutter sagt.
00:39:36: und dann werden noch mal Kinder wieder frisch angezogen und sie werden nach etwas vorgekocht.
00:39:42: oder alle Tudulisten werden geschrieben hier bei dem auf das achten, bei diesem Kind auf dass achten bevor sie dann weg ist es ja schon wieder verausgabt weil Verantwortungsübergabe Wenn das in der Beziehung so festgelegt ist, ja, ist dann auch etwas.
00:39:57: Sie gibt es dann verantwortungsbewusst ab.
00:40:00: Wenn sie einfach so abhaut, dann ist die Grenze
00:40:03: erreicht.".
00:40:04: Da es um Eltern geht jetzt, die nicht sagen können ich kann nicht mehr?
00:40:08: Ich habe hier immer noch eine Idee im Kopf.
00:40:10: Das hätte ich so gerne gehabt.
00:40:11: im Geburtsvorbereitungskurs Hätte ich gerne ne... Variante, da gehabt eine Passage oder einen größeren Block wo es um die Kommunikation zwischen Mann und Frau geht.
00:40:21: Wo wir uns schon mal Gedanken machen ja wie möchte ich als Vater sein?
00:40:24: Wie möchte ich Als Mutter sein?
00:40:26: aber wie möchte Ich als Paar auch sein?
00:40:28: weil du ja auch eben gerade schon gesagt hast Es wäre ja super wenn Wir das spiegeln und sagen ich sehe Du bist gerade erschöpft.
00:40:34: soll ich Mal grad das Kind übernehmen?
00:40:36: was hältst du von so einer Idee?
00:40:38: Ich finde die großartig, weil letztendlich ist ja auch das wieder so.
00:40:42: Das Klassische wird den jungen Frauen und jungen Männern gar nicht gezeigt, dass wir die Bilder verändern können aber die Kommunikation öffnet Türen.
00:40:53: Und wie stelle ich mir nicht nur die Elternschaft vor sondern die Partnerschaft wenn wir Eltern werden?
00:41:01: Das sind zwei Ebenen und wenn sich das Paar gegenseitig trägt und sich nicht aus den Augen verliert, hat das ja eine ganz andere Qualität auch im Elternsein.
00:41:11: Weil dann ist das was ich vorhin schon gesagt habe die Korregulation ja anders gegeben.
00:41:17: Und wenn du zu deiner Frau dann sagst hast sie zweite Nacht nicht geschlafen, ne?
00:41:22: Ich übernehme heute!
00:41:24: Das ist Korregulation.
00:41:26: nur dafür brauche ich auf dem Blick.
00:41:29: Dafür brauche Auf der einen Seite und auf die anderen Seite wieder, die Bereitschaft loszulassen und abzugeben.
00:41:37: Und das ist ein Prozess!
00:41:39: Aber das wäre eine großartige Geschichte.
00:41:43: Daher möchte ich nochmal Werbung auch an dieser Stelle machen für das Elterntraining.
00:41:46: Zum Einen haben wir das umbenannt... Das möchte ich unbedingt mal festhalten, weil wir in Deutschland ja immer auf Leistung sind.
00:41:53: Auch heute in dieser Runde ging es ja ... Ich kann nicht mehr!
00:41:56: Der Name war sonst das Eltern-Effektivitätstraining.
00:42:00: Da haben wir lange als Coaches darüber diskutiert, ob wir das nicht ändern dürfen und wir haben's dann irgendwann mal geändert.
00:42:06: eine Lydia auch mit dir zusammen Als Repräsentantin ins Elterntraining.
00:42:11: Und in diesem Eltern Training möchte ich auch noch einmal sagen Ja, es geht um Kommunikation aber Es geht auch um Bedürfnisse, es geht um Gefühle und daher habe ich das eben nochmal angeschnitten.
00:42:21: Ist es sehr, sehr wertvoll sich darüber Gedanken zu machen falls die jetzt reinhören, die jetzt gerade vielleicht Eltern werden?
00:42:28: Ob ihr noch so ein Kurs besuchen möchtet.
00:42:31: Es geht um die Haltung genau.
00:42:33: Abschließend noch eine ganz harte Frage wie ich finde dieses immer weitermachen wird häufig interpretiert als Liebe fürs Kind.
00:42:45: Ob das wirklich dann Liebe ist?
00:42:47: Ist wirklich eine schwierige Frage.
00:42:50: Ich stelle
00:42:51: sie dir, weil ich sie mir selber noch nicht so richtig beantworten konnte aber es passt in diese Folge so rein!
00:42:55: Ja
00:42:56: also meine Gedanken dazu... Es ist tatsächlich etwas was wir als Ausliebe tun und anfangen aus Lieber für das Kind zu sorgen dem kind alles zu geben.
00:43:08: Aber wenn unsere Kinder merken dass wir uns da aufopfern dass wir in einer Selbstaufgabe sind, dass wir uns selber nicht mehr wahrnehmen.
00:43:17: Es ist spätestens in der Pubertät werden die Kinder häufig wütend auf uns weil sie uns nicht so richtig spüren und greifen können sondern gerade wenn ich in der Identifikationszeit bin in einer Krise sozusagen Ich bin kein Kind mehr, ich werde Teenager, brauche ich Vorbilder die mir vorleben wie ich sein darf oder sein kann.
00:43:42: Und wenn aber die Person, Mutter oder Vater nicht greifbar ist das macht wütend.
00:43:47: Weil an wen und wie soll ich mich orientieren?
00:43:51: Und diese Selbstaufgabe, die führt dann häufig dazu was wir eben schon beschrieben haben Ich fühle mich nicht mehr.
00:43:59: Wenn Eltern auch manchmal, das kenne ich auch, ich habe alles für dich getan, ich hab mein Leben für dich gegeben Genau!
00:44:06: Die haben das Leben gegeben vielleicht aus Liebe Aber die haben die Beziehung nicht gelebt Die haben die Bindung nicht erlebt.
00:44:13: Kein Kind dieser Welt möchte sich schuldig dafür fühlen, dass die Eltern sich für das Kind aufgeopfert haben – diese Verantwortung, diese Bürde!
00:44:24: Also das möchte ich jetzt mal... wir uns das mal auf der Zunge zergehen lassen.
00:44:28: Möchte ich meinem Kind nicht antun?
00:44:30: Dass mein Kind daran Schuld ist, dass ich mein Leben nicht gelebt habe?
00:44:34: und da gebe ich dir einfach die Frage zurück….
00:44:37: Ist das Liebe?
00:44:39: Nein.
00:44:42: Eindeutig nein.
00:44:44: Und aus Liebe zum Kind ist für mich auch ich als Person muss bleiben, weil das ist Liebe wenn ein Kind gegenüber hat, wenn es jemanden hat an dem er sich messen kann von dem man sich abwenden kann wenn es einer Zeit ist zu gehen und es groß wird.
00:45:09: Ein Kind braucht eine natürliche Begrenzung Und das ist Liebe, wenn ich sage Nein aus Liebe.
00:45:16: Du darfst dich mit mir streiten!
00:45:19: Es ist okay du hast dieses Bedürfnis Ich habe ein anderes.
00:45:22: Wir können gucken welche Lösung wir finden Aber hier würden wir zu weit wieder in die Gordenthematik einsteigen.
00:45:30: aber letztendlich geht es genau darum Aus Liebe zum einem Kind meiste ich selbst bleiben und auch gucken wo meine Grenzen sind.
00:45:37: Wir werden alle da in irgendeiner Form über unsere Grenzen gehen und auch Fehler machen.
00:45:42: Das kenne ich selber auch zu genüge, und gleichzeitig ist es mir aber auch bewusst immer wieder zurück zu dir selbst.
00:45:50: die Beziehung ist das Wichtigste.
00:45:52: Und dazu bedarf es zwei Personen.
00:45:55: Die Selbstliebe eben was
00:45:58: dadurch noch
00:45:58: wieder da sein muss diese Energie, die ich dann eben auch abgegeben kann an mein Kind?
00:46:04: Ja genau Naja, und das ist meine Verantwortung.
00:46:09: Und nicht bis ich mich mehr kann sondern feststellen Ich will nicht mehr und dann gucke ich bei mir okay Was mache ich nur noch aus Pflicht?
00:46:20: Vielleicht wäre das auch noch so eine mini-Übung für zu Hause Bis ich selber zu gucken was ist mir gerade zu viel?
00:46:28: Oder welches Bedürfnis von mir kommt seit längerer Zeit schon zu kurz.
00:46:33: wie kann ich es mir erfüllen?
00:46:35: oder Was mache ich nur noch aus Pflicht?
00:46:38: und was wäre die kleinste Entlastung, die ich in den nächsten vierundzwanzig Stunden erleben könnte?
00:46:45: Und die kleinsten Entlastungen vielleicht auch vorantreiben.
00:46:49: Bewusst!
00:46:51: Und damit sind wir bei der Geschichte.
00:46:54: Ich bin schon die ganze Zeit gespannt ob du wieder etwas rausgesucht hast dir zu dieser Thematik was dieses Thema so repräsentiert.
00:47:02: Immer schauen wir mal, ob es klappt.
00:47:04: Ich habe die Geschichte von Osrad Pezeschkern genommen aus seinem Buch.
00:47:08: Klug ist jeder – der eine vorher und der andere nachher.
00:47:13: Die Geschichte heißt «die geteilten Pflichten».
00:47:16: Ich halte das nicht mehr aus!
00:47:18: Die Pflichte sind wie Berge, die sich nicht von der Stelle verrücken lassen.
00:47:22: Am frühen Morgen muss ich dich wecken aufräumen, die Teppiche säubern, die Kinder beaufsichtigen… Auf dem Bazaar einkaufen, die abends deine geliebte Reisspeise kochen und schließlich dich auch noch verwöhnen.
00:47:35: So sprach eine Frau zu ihrem Mann.
00:47:37: an einem Hühnerschenkelkaun meinte dieser Bloß, was ist schon dabei?
00:47:41: Alle Frauen machen das Gleiche wie du!
00:47:44: Du hast es doch
00:47:44: gut?!
00:47:45: Während ich Verantwortung trage sitzt du nur zu Hause herum.
00:47:50: Ach ja, Mathe, die Frau... Wenn du mir bloß ein bisschen helfen könntest….
00:47:55: In einem Anfall von Großmut stimmte der Mann schließlich dem folgenden Vorschlag zu.
00:48:00: Während die Frau für alles, was im Hause geschah zuständig sein sollte, wollte er die Aufgaben außerhalb des Hauses übernehmen.
00:48:08: Diese Teilung der Pflichten ließ das Ehepaar über längere Zeit hinweg zufriedenzusammenleben.
00:48:15: Eines Tages saß der Ehemann nach getätigtem Einkauf mit Freunden in einer Kaffeestube und rauchte zur Frieden die Wasserpfeife.
00:48:24: Ein Nachbar stürmte plötzlich herein und rief, komm schnell dein Haus brennt.
00:48:29: Der Mann zog genüsslich an dem Mundstück der Wasserpfeife und meinte dann mit wunderbarem Gleichmut sei so nett!
00:48:37: Und sag es meiner Frau denn schließlich ist sie für alles was im Haus geschieht verantwortlich.
00:48:42: ich bin nur für den Außendienst
00:48:44: zuständig.".
00:48:46: Vielen Dank liebe Lydia und vielen Dank fürs Zuhören bis zum nächsten Mal wenn's wieder heißt Ich duviere.
00:48:52: der
00:48:52: Podcast der von Wittnet Sagt gut für euch.
00:49:00: Tschüss!
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